Swarovski Kristallwelten informieren: Musik im Riesen 2004 - 19. bis 23. Mai - TEIL 1

Wattens (OTS) - Die Verwandlung von einer ganzjährigen
Konzertreihe in ein mehrtägiges Kammermusikfestival, eine Personale der deutschen Sopranistin Juliane Banse und die Verbindung von Literatur und Musik sind die bestimmenden Themen von "Musik im Riesen 2004" in den Swarovski Kristallwelten. Mit der Erschließung neuer Veranstaltungsräume erhalten die sieben Konzerte des von 19. bis 23. Mai stattfindenden Festivals darüber hinaus einen neuen, stimmigen Rahmen.

Seit der Gründung von "Musik im Riesen 1999" hat sich die Konzertreihe in den Swarovski Kristallwelten als Kammermusikzyklus auf höchstem Niveau etabliert. In den vergangenen Jahren zeichneten sich die Programme durch eine immer dichtere inhaltliche Vernetzung aus, die mit dem Schubert-Schwerpunkt 2003 ihren bisherigen Höhepunkt fand. Mit der Neustrukturierung von "Musik im Riesen" als fünftägiges Festival im Mai sollen die engen inhaltlichen Beziehungen zwischen den Konzerten noch besser nachvollziehbar werden: Berührungspunkte zwischen einzelnen Werken, Entwicklungen eines Genres über mehrere Epochen hinweg und die Ausdrucksvielfalt einzelner Künstler, die in verschiedenen Besetzungen bei "Musik im Riesen" auftreten, sind so noch intensiver erlebbar.

Eine umfassende Personale ist der deutschen Sopranistin Juliane Banse gewidmet, die an vier Abenden von "Musik im Riesen 2004" zu hören sein wird. Das inhaltliche Spektrum reicht dabei von Werken Wolfgang Amadeus Mozarts bis hin zur Uraufführung neuer Lieder von Thomas Larcher. Zur Eröffnung des Festivals interpretiert Banse, gemeinsam mit dem Pianisten Jan Philip Schulze, Lieder von Wolfgang Amadeus Mozart, Claude Debussy, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Fanny Mendelssohn-Hensel und Joaquin Turina (19. Mai, 20 Uhr).

Beim Konzert am 21. Mai, um 20 Uhr, bei dem Banse mit Schulze und dem Miró Quartet auftritt, stehen impressionistische Lieder für Sopran, Streichquartett und Klavier sowie Kompositionen für Streichquartett von Hugo Wolf, Chan Ka Nin und Claude Debussy auf dem Programm. Am 22. Mai, um 20 Uhr, singt sie Lieder von Thomas Larcher - darunter Neukompositionen nach Texten von Alois Hotschnig - und "Sieben Romanzen nach Alexander Blok" von Dmitrij Schostakowitsch, die dieser 1967 anlässlich der 50-Jahr-Feier der Oktoberrevolution verfasste. Begleitet wird Banse an diesem Abend von Christoph Poppen (Violine), Thomas Demenga (Violoncello) und Thomas Larcher (Klavier), die die Gesangsstücke mit drei Instrumentalwerken Anton Weberns in Beziehung setzen. Alois Hotschnig, der dieses literarisch-musikalische Programm mit einer Lesung neuer eigener Texte vervollständigt, liest am darauf folgenden Tag, am 23. Mai, um 18 Uhr, ausgewählte Texte Franz Kafkas. Sein Vortrag bildet das Gegenstück zu einem der wesentlichsten Vokalwerke des 20. Jahrhunderts, György Kurtágs "Kafka-Fragmente", die Juliane Banse und Christoph Poppen am selben Abend interpretieren.

Hotschnig und Kafka verweisen auf einen weiteren Schwerpunkt von "Musik im Riesen", der seit je her ein wesentliches Element der Programmgestaltung bildet. Die Verbindung von Literatur und Musik wurde in den vergangenen Jahren unter anderem durch Strawinskys "Geschichte vom Soldaten" und einen Schubertabend mit Briefen, Tagebucheintragungen und Klavierstücken repräsentiert. 2004 sind es nicht nur die oben genannten klassischen, romantischen und impressionistischen Lieder am 19. und 21. Mai sowie die Gegenüberstellung der Texte Alois Hotschnigs bzw. Franz Kafkas und ihrer Vertonungen am 22. und 23. Mai, die das Thema "Text und Musik" repräsentieren. Mit der Aufführung des Bach-Programmes "Morimur" durch Christoph Poppen und das Hilliard Ensemble am 23. Mai, um 21 Uhr, wird eines der spannendsten Musikprojekte der vergangenen Jahre bei "Musik im Riesen" erlebbar. "Morimur" beruht auf Untersuchungen der Musikwissenschaftlerin Helga Thoene, die in der Partita für Violine solo No. 2 d-Moll BWV 1004 eine Reihe von Chorälen entdeckte, die Bach mithilfe von Zahlensymbolik darin verborgen hat. In der Laurentiuskirche in Wattens stellen Christoph Poppen und das Hilliard Ensemble diese Choräle der Partita gegenüber und verwandeln so die musikologische Theorie zu einem intensiven Musikerlebnis.

Eine beinahe ebenso zentrale Rolle wie die Vokalmusik nehmen im diesjährigen Festivalprogramm Kompositionen für Streichquartett (allein bzw. in erweiterten Besetzungen) ein. Das Miró Quartet, das am 21. Mai mit Juliane Banse und Jan Philip Schulze Quartettkompositionen mit Gesang und Klavier zu Gehör bringt, führt am 19. Mai, 22 Uhr, gemeinsam mit dem Artemis Quartett das Oktett Es-Dur op. 20 des jungen Felix Medelssohn-Bartholdy auf. Das Artemis Quartett spielt am darauf folgenden Tag (20. Mai, 20 Uhr) eines von Robert Schumanns wunderbaren Quartetten aus dem Jahr 1842 (A-Dur op. 41/3), György Ligetis erstes Streichquartett sowie - gemeinsam mit Thomas Larcher - Schumanns Quintett für Klavier und Streichquartett Es-Dur op. 44.

Thomas Larcher, der "Musik im Riesen" seit den Anfängen als künstlerischer Leiter betreut, wirkt 2004 auch vermehrt als Pianist und Komponist mit. Der Grund dafür liegt in dem Umstand, dass das Festival "Kernbereiche [seines] Musikverständnisses berührt:
Kommunikation und Begegnungen mit Freunden und die unerreichte musikalische Intensität der Kammermusik". Am 20. und 22. Mai, jeweils 20 Uhr, tritt er als Pianist in den Swarovski Kristallwelten auf, am zweiten Abend spielt er neben Werken Weberns und Schostakowitschs auch eigene Kompositionen: "My Illness is the Medicine I Need" aus dem Jahr 2002 und neue Lieder nach Texten von Alois Hotschnig.

Der Vielzahl an formalen und inhaltlichen Neuerungen entsprechend, findet "Musik im Riesen 2004" in neuen bzw. erstmals für Konzerte genutzten Räumlichkeiten statt. Seit dem Umbau 2003 verfügen die Swarovski Kristallwelten über einen kuppelförmigen Veranstaltungsraum, dessen Akustik und Atmosphäre ihn als ausgezeichneten Konzertsaal ausweisen. Zusammen mit der Eingangshalle des Business Buildings und der Laurentiuskirche in Wattens bildet er den idealen Rahmen für ein Festival, das von Wachheit, Offenheit und Neugier auf Unbekanntes bestimmt ist.

(Forts.)

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