Investkredit 2003: Spezialbanken-Gruppe in Zentraleuropa auf Erfolgskurs - TEIL 2

Die Entwicklung im Bereich Unternehmen

Wien (OTS) - Die Investkredit Bank AG bleibt weiterhin die zweitgrößte Bank für langfristige Unternehmensfinanzierungen in Österreich (Marktanteil bei Unternehmen mit Umsätzen über EUR 7 Mio. nach Studien des unabhängigen Finanzberaters Schwabe, Ley & Greiner). Wie in den Vorjahren belegt die Investkredit weiterhin die Spitzenposition in der Kategorie Fachkompetenz. Während das Finanzierungsvolumen in Österreich stabil gehalten werden konnte, wurden 2003 starke Zuwächse im europäischen Kernmarkt erzielt. Die Geschäftsstellen der Investkredit Bank AG in Frankfurt, Warschau, Prag und Bratislava haben dazu wesentlich beigetragen. Im Berichtsjahr waren folgende Finanzierungstrends erkennbar: Der Konditionenwettbewerb in guten Rating-Klassen wird stärker; Corporate Bonds und Privatplatzierungen werden eine immer wichtigere Finanzierungsquelle für die Industrie und den Handel und substituieren Großkredite; bei großvolumigen Finanzierungen sind zunehmend Syndikate von Banken anzutreffen und grenzüberschreitende Finanzierungen gewinnen an Bedeutung. Die Antworten der Investkredit Bank AG sind Rating Report, Mittelstandsbond, intensivierte Geschäfte mit Bankenpartnern und die engagierte Begleitung von Kunden auf europäische Märkte. Mit der Erweiterung der Europäischen Union am 1. Mai 2004 werden deutliche Investitionssteigerungen in den neuen Mitgliedsländern erwartet. In Verbindung mit den Mitteln aus den EU-Strukturfonds und dem Kohäsionsfonds über insgesamt EUR 22 Mrd. werden geförderte Investitionsfinanzierungen 2004 bis 2006 an Bedeutung gewinnen. Die Investkredit wird ihr Förder-Know-how für diese Märkte weiterentwickeln.

Die Bank hat im Berichtsjahr ihre Position als etablierter Gesamtanbieter von Corporate Finance-Dienstleistungen weiter gefestigt. Erfolgsfaktor dafür ist das breite Spektrum an Finanzierungsinstrumenten, das von Beteiligungskapital über Mezzaninfinanzierungen bis zum klassischen Langfristkredit reicht. Der Schwerpunkt der Corporate Finance-Aktivitäten lag bei Unternehmenskäufen sowie bei Leveraged Buy-Outs, d.h. Management Buy-Ins und Management Buy-Outs (MBOs/MBIs).

Die Entwicklung im Bereich Kommunen

Das Segment Kommunen blieb 2003 der renditestärkste Bereich der Gruppe. Die Kommunalkredit Austria AG, Österreichs Spezialbank für Public Finance, hat ihre Marktpräsenz weiter ausgebaut. Mit einem Kundenanteil von mehr als 60 % und einem Marktanteil von über 25 % bei Österreichs Gemeinden behauptet die Kommunalkredit ihre Spitzenposition in diesem Sektor. Maßgeschneiderte Finanzierungslösungen - strukturierte Finanzierungen, Public Private Partnership-Modelle, Cross Border Leasing, Asset Management, Public Consulting - machen die Kommunalkredit zum erfolgreichen Finanzierungs- und Beratungspartner im öffentlichen Sektor. Bei den strukturierten Finanzierungen (Neugeschäft, Umstrukturierung bestehender Darlehen) wurde das Auszahlungsvolumen gegenüber 2002 vervierfacht. Erstmals wurden auch Landeskrankenhäuser als Kunden gewonnen. Im Cross Border Leasing wurden alle vier im Jahr 2003 in Österreich abgeschlossenen Deals unter Mitwirkung der Kommunalkredit abgewickelt. Das Land Steiermark hat 2003 die Strategie des aktiven Schuldenmanagements fortgesetzt und Wohnbaudarlehen verkauft. Die Kommunalkredit hat im Rahmen eines von ihr geführten Konsortiums mitgeboten und Darlehen mit einem Barwert von EUR 363 Mio. erworben.

Die Kommunalkredit hat Anfang 2003 die Entwicklung einer neuen fundierten Anleihe, des Kommunalkredit Covered Bond (KACB), umgesetzt. Damit verfügt sie in Österreich als einzige private Bank ohne öffentliche Haftung über ein Refinanzierungsinstrument, das von einer Rating-Agentur (Moody’s) mit einem AAA-Rating ausgestattet wurde. Im weiteren Verlauf des Jahres wurden die KACBs mit großem Erfolg zunächst in der Schweiz und danach am internationalen Markt eingeführt, wobei letztere Transaktion mit einem Volumen von EUR 1 Mrd. die erste Jumbo-Anleihe aus Österreich darstellte.

Die Entwicklung im Bereich Immobilien

Die Europolis Invest hat das stark expandierende Segment Immobilien im Berichtsjahr weiter ausgebaut. Aufgrund der hohen Investitionen 2003 ist die Europolis Invest-Gruppe laut DTZ Research der größte Investor in gewerblichen Immobilien in Mittel- und Osteuropa, bezogen auf das investierte Gesamtvolumen. Der Marktwert der zwanzig Anlageobjekte im Mehrheitseigentum der Investkredit-Gruppe wurde von EUR 326 Mio. Ende 2002 unter Einbeziehung der neuen Objekte auf EUR 597 Mio. Ende 2003 nahezu verdoppelt. Nicht zuletzt durch die Beteiligung der EBRD, der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, London, erhielt diese Entwicklung zusätzliche Dynamik. Ausgestattet mit Eigenmittelzusagen der Investkredit von EUR 195 Mio. und der EBRD von EUR 105 Mio. entwickelt und erwirbt Europolis ein Immobilienportfolio an erstklassigen Büro-, Logistik- und Handelsimmobilien in den EU-Beitrittsländern der ersten und zweiten Runde. Insgesamt wird ein Volumen von rund EUR 1 Mrd. angestrebt. Das Geschäftsjahr 2003 war das erfolgreichste auf dem Weg zur Erreichung dieses Zieles.

Im Geschäftsfeld Immobilien-Entwicklung war Danube House das erste Gebäude, das im Rahmen des auch städtebaulich relevanten River City Prague Projekts fertiggestellt wurde. Dieses Bürohaus mit einer Nutzfläche von 21.000 m2 wurde bei der MIPIM Immobilienmesse in Cannes unter 120 Einreichungen als das "Best Future Office Building 2003" ausgezeichnet. Im Rahmen des Geschäftsbereiches Forward Purchase Agreements (garantierte Übernahmen der Objekte vom jeweiligen Developer nach Fertigstellung und bei Erreichung eines zuvor vereinbarten Vermietungsstandes) wurden Ende August der Technopark Pekarska, ein 7.600 m2 Bürohaus in Prag, von Hochtief Development und im vierten Quartal 2003 das 15.400 m2 Bürohaus Saski Crescent in Warschau von AIG/Lincoln übernommen. Mit dem Büroentwicklungsprojekt IP West Office Park in Budapest konnte das nächste Objekt mit einem Forward Purchase Agreement gesichert werden.

Im Bereich Immobilien-Investitionen übernahm die Europolis Invest im August 2003 die verbleibenden 50 % der Anteile an City Gate, einem Bürohaus in Budapest. Erstmals hat die Europolis im Berichtsjahr auch in Einkaufszentren investiert: Von Ahold, dem größten Einzelhandelskonzern in der Tschechischen Republik, wurden zwei Olympia-Einkaufszentren erworben. Im vierten Quartal wurden zwei weitere Logistikgebäude im Alliance Logistic Center in Blonie bei Warschau akquiriert. Die Europolis ist damit Eigentümer von vier Gebäuden in diesem Logistik-Park. Weiters wurde mit dem Kauf des Bürohauses Europe House in Bukarest nunmehr auch außerhalb der Kernländer investiert. Europolis Invest folgt damit dem Ziel, sich verstärkt in den aufstrebenden neuen Märkten zu engagieren.

Ausblick 2004

Spezialisierung in einem erweiterten europäischen Kernmarkt bedeutet die Umsetzung des gesamten Leistungsspektrums der Spezialbanken-Gruppe Investkredit. In Fortsetzung ihrer Strategie plant die Investkredit Steigerungen des Geschäftsvolumens und der Erträge. Die Bilanzsumme sollte sich auch in den nächsten drei Jahren jährlich um mindestens EUR 2 Mrd. erhöhen. Die wesentlichen Ertragsziele bis 2006 sind die Verbesserung des Return on Equity auf 14 % und das Erreichen eines Cost-Income-Ratios von 40 %.

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