SJ NÖ präsentiert Broschüre zu den Februarkämpfen 34

Neuauflage der Josef Hindels Broschüren "Der Weg zum 12. Feber 1934" und "So starb ein junger Sozialist"

St. Pölten (SPI) - Heute, am 70jährigen Jahrestages des Bürgerkrieges im Februar 1934, präsentierte die Sozialistische Jugend NÖ (SJ NÖ) eine Neuauflage der Broschüren "Der Weg zum 12. Feber 1934" und "So starb ein junger Sozialist" von Josef Hindels.

In dieser Broschüre werden die Ereignisse, Hintergründe und die Entwicklungen, die letztlich zum Bürgerkrieg am 12. Februar 1934 führten, beleuchtet und am konkreten Beispiel des jungen Sozialisten Josef Gerl, der vom Ständestaatregime hingerichtet wurde, die Schrecken des Kampfes gegen die austrofaschistische Herrschaft ausführlich dokumentiert.

Bernhard Wieland, Landesvorsitzender der SJ NÖ, meint dazu: "Das Verbrechen Faschismus begann in Österreich nicht erst mit dem Einmarsch der Nazis 1938. Das Verbrechen Faschismus begann fünf Jahre zuvor, als im März 1933 der 'christlich-soziale' Bundeskanzler Dollfuß - dem im übrigen bis heute von der ÖVP gehuldigt wird - das österreichische Parlament ausschaltete, Schritt für Schritt demokratische Grundrechte ab- und einen autoritären Ständestaat aufgebaut wurden. Im Februar 1934, als vom Regime der finale Schlag gegen die österreichische ArbeiterInnenbewegung vorbereitet wurde, setzte sich der Republikanische Schutzbund gegen die Angriffe von Polizei, Heimwehrverbänden und Bundesheer zur Wehr. Der kurze, aber heftige BürgerInnenkrieg im Februar 1934 markiert einen dramatischen Einschnitt nicht nur in der Geschichte Österreichs, sondern auch in der Geschichte Europas. Mit dem Aufstand der österreichischen ArbeiterInnenbewegung wurde erstmals den europaweit erstarkenden faschistischen Bewegungen heftiger Widerstand entgegengesetzt."

"Wir sehen es als unsere Aufgabe, mit dieser Neuauflage der Josef Hindels Broschüren "Der Weg zum 12. Februar 1934" und "So starb ein junger Sozialist" einen Beitrag zu leisten, damit diese wichtigen Ereignisse besonders bei jungen Menschen nicht in Vergessenheit geraten. Gleichzeitig soll eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema Austrofaschismus - und dem nach wie vor ungeklärten Geschichtsbild der ÖVP - provoziert werden.

Das Erinnern an die Ereignisse des 12. Februar 1934 bedeutet für uns aber nicht nur den Blick zurück. In den Erkenntnissen, die wir aus dem Zurückschauen gewinnen, sehen wir den Schlüssel, um das Entstehen und die Rolle des Faschismus in der Geschichte zu verstehen. Damit schaffen wir die Voraussetzung um die Losungen der Opfer "Nie wieder Faschismus" und "Wehret den Anfängen" auch tatsächlich mit Leben zu erfüllen!", so Wieland abschließend.

Die Broschüre kann kostenlos bei der SJ NÖ bestellt werden.

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