Februarkämpfe: Wider das Vergessen

Kranzniederlegung zum Gedenken an die Februarkämpfe vor 70 Jahren Klagenfurt (SP-KTN) - Was Faschismus anzurichten vermag, zeigten die Februarkämpfe 1934, die sich heute zum 70. Mal jähren. "Damals wurden Sozialdemokraten ermordet, ihrer politischen Meinung wegen, für die sie bis zum Ende einstanden", mahnt LAbg. Peter Kaiser im Anschluss an das Gedenkens an die Opfer der Februarkämpfe mehr Toleranz ein. Solche Ereignisse dürfen niemals in Vergessenheit geraten. Deswegen fand heute um 10 Uhr am Annabichler Friedhof beim Mahnmal der Opfer für ein freies Österreich eine Kranzniederlegung und ein stilles Gedenken der SPÖ gemeinsam mit dem Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus statt.

Mit der Zerschlagung der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung durch das Dollfuß-Regime verlor Österreich die einzige Kraft, die später Hitler Widerstand hätte leisten können. "Die Februarkämpfe stehen auch symbolisch dafür, was in einer echten Demokratie niemals wieder passieren darf: Dass Österreicherinnen und Österreicher sich mit der Waffe in der Hand gegenüber stehen", so Kaiser über die Zerstörung der Demokratie durch Dollfuß.

In bewegten und beeindruckenden Worten schilderte der ehemalige 3. Landtagspräsident Hans Pawlik seine persönlichen Erlebnisse anlässlich der Februarereignisse als Mitglied des Schutzbundes in Klagenfurt.

SP-Landesgeschäftsführer Herbert Würschl, der ebenfalls an der Kranzniederlegung teilnahm, übte harsche Kritik an der ÖVP: "Wir hätten auch die Teilnahme der heutigen Regierungspartei ÖVP an der Gedenkstunde erwartet. Immerhin ist die Vorgängerpartei der ÖVP unter Dollfuß politisch verantwortlich für die Ermordung von Sozialdemokraten um den 12. Februar 1934." (Schluss)

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