Grüne/Holub: Dichteres Lkw-Kontrollnetz in Kärnten nach Tiroler Vorbild nötig

Tiroler Klubobmann Willi: Lkw-Fahrverbote auf Ausweichrouten zum Schutz der Bevölkerung funktionieren

Klagenfurt (OTS) - "Ich mache mir zunehmend Sorgen um die Verkehrssicherheit, die Luftqualität und den zunehmenden Mautflüchtlingsverkehr in Kärnten. Der zunehmende Schwerverkehr in Kärnten erfordert umfassendere Maßnahmen als bisher getroffen", so der Landessprecher der Kärntner Grünen, Rolf Holub, anlässlich eines Lokalaugenscheins an der Lkw-Kontrollstelle Haimburg bei Völkermarkt.

Der Maut-Ausweichverkehr müsse in Zukunft durch Lkw-Fahrverbote mit Ausnahme des Quell- und Zielverkehrs unmöglich gemacht werden. "Dass Lkw-Fahrverbote mit Ausnahme des Quell- und Zielverkehrs funktionieren, zeigt die Loferer Bundesstrasse in Tirol", so der ebenfalls anwesende Klubobmann der Grünen im Tiroler Landtag, Georg Willi. Dort konnte der Ausweichverkehr über das kleine deutsche Eck Richtung Salzburg zur Gänze abgestellt werden. Die Einhaltung derartiger Verbote müsse durch effektive Kontrollen sichergestellt werden.

Bei den Kontrollstellen könne das dichte Tiroler Netz als Vorbild herangezogen werden, betonen Willi und Holub. Deshalb müsse die schon in Betrieb befindliche Kontrollstelle in Haimburg auch Kontrollen Richtung Süden fahrender Lkw ermöglichen. Das gleiche gelte für die geplante Lkw-Kontrollstelle Kellerberg an der A10. Auch hier müsse in beiden Richtungen kontrolliert werden. Zusätzlich schlagen die Grünen Lkw-Kontrollstellen an der Friesacher Bundesstrasse, der Drautalbundesstrasse und der B 78 zwischen Bad St. Leonhard und Landesgrenze vor.

Ebenfalls nach Tiroler Vorbild fordert Holub für Kärnten ein dichteres Messstellennetz zur Erfassung der Luftschadstoffe. "Bei Überschreitung der Grenzwerte muss der Landeshauptmann den Schwerverkehr beschränken, um die Gesundheit der Bevölkerung sicherzustellen. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund wiederholter Überschreitungen der Feinstaub-Grenzwerte etwa in Klagenfurt und Villach von besonderer Bedeutung", schließt Holub.

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