Grüne/Moser: Böhmdorfers Vorschläge führen zu mehr Intransparenz und Mieterhöhungen

All-inclusiv-Lösung gefährdet MieterInnenrechte und sparsamen Energieeinsatz

Wien (OTS) - Die von 'Die Presse' publizierten Pläne Minister Böhmdorfers, ein völlig neues Mietrecht zu schaffen, widersprechen fast sämtlichen ExpertInnenvorschlägen (Symposium in Laxenburg 1998) zu einer Harmonisierung des Mietrechts im Sinne von mehr Transparenz. "Böhmdorfers All-inclusiv-Mieten, die auch Betriebskosten samt Energie, Wärme, Wasser und Kommunikation umfassen, steigern die Intransparenz für die MieterInnen und untergraben sämtliche individuelle Einsparungsmöglichkeiten", kritisiert Gabriela Moser, Wohnungssprecherin der Grünen. Damit sei der Energieverschwendung Tür und Tor geöffnet. Das Weitergaberecht für MieterInnen verhindere Flexibilität, fördere Fehlbelegungen und verleite zu teureren Untervermietungen.

Die Einführung eines Mietenspiegels als Mietenberechnungsgrundlage, die ständige Marktanpassung der Mieten und Ablösen würden zu einer Preisexplosion der Wohnungskosten führen. 'Angemessene Mietzinse' sind nur bei einem Überangebot von Wohnungen innerhalb eines erschwinglichen Rahmens erreichbar. Derzeit sinken die Sanierungs-und Neubauraten. Wohnungsengpässe und dadurch bedingte höhere Mietkosten kündigen sich an. So stiegen in den letzten Jahren die Mieten dreimal so stark wie der allgemeine Preisindex. "Durch Böhmdorfers Mietrecht wird Wohnen gänzlich den Preissteigerungen am Markt ausgeliefert. Erschwinglicher Wohnraum zählt jedoch zu den Lebensgrundlagen!" schließt Moser.

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