Ö3-VERKEHRSAWARD 2003

FCD - Floating Car Data: Neue Technologie der Datenerfassung wurde entwickelt

Wien (OTS) - Der Ö3-Verkehrsaward wurde heuer zum dritten Mal
unter der Schirmherrschaft von Bundesminister Dr. Ernst Strasser verliehen. Es wurden alle jene ausgezeichnet, die durch ihren Einsatz, ihren Mut und ihr Know-How zur Verkehrssicherheit im letzten Jahr beigetragen haben. Die Preisverleihung fand erstmals im Ö3 Haus in Wien statt und erfolgt in den Kategorien Polizei, Gendarmerie, Straßenmeisterei, Feuerwehr, Rettung und Ö3VER. Erhard Kollnberger aus Oberösterreich wurde aufgrund seiner wichtigen Verkehrsmeldung zum Ö3ver 2003 ausgezeichnet.

Ob Geisterfahrer, Megastau oder Baustellenchaos: Rund eine Million Verkehrsmeldungen werden jedes Jahr in der Verkehrsredaktion recherchiert, fachjournalistisch bewertet und selektiert an die ORF-Radioprogramme weitergeleitet. Rechtzeitige und umfassende Information über Gefahren und Behinderungen sowie die richtige Reaktion verantwortungsvoller Verkehrsteilnehmer trägt zu mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen bei. Doch nur die enge bereichsübergreifende Zusammenarbeit aller Beteiligten ist Garant für ein Optimum an Verkehrssicherheit.

Hörfunkdirektor Mag. Kurt Rammerstorfer bedankte sich bei Innenminister Dr. Ernst Strasser sowie den anwesenden Vertretern der Exekutive, der Feuerwehr, der Rettung, der Straßenmeistereien und der Ö3ver für die ausgezeichnete Zusammenarbeit:" Wir haben in Ihnen aktive Förderer für eine optimale Servicequalität und das ist keine Selbstverständlichkeit!"

Ö3 Chef Georg Spatt: "Kein anderes Programmelement fließt mit solcher Regelmäßigkeit und hoher Frequenz in den Sendetag von Ö3 ein wie die Verkehrsinformation. Und der Meldungsrückfluss seitens unserer Partner ist Garant dafür, dass wir die Ansage "der schnellste Verkehrsservice" auch zu 100 % umzusetzen. Um diesen Auftrag auch weiterhin erfolgreich zu erfüllen, setzt Ö3 Schwerpunkte in der Entwicklung neuer Technologien, mit denen Verkehrscontent generiert werden kann. Floating Car Data ist hier ein weiterer Entwicklungsschritt."

Innenminister Dr. Ernst Strasser bedankte sich seinerseits bei Ö3 für die hervorragende Zusammenarbeit im Bereich Verkehrsservice: "Mit dem Ö3-Verkehrsservice wird rasch und kompetent informiert, das ist einerseits eine hervorragende Serviceleistung, andererseits wird hier auch ein Beitrag zu mehr Sicherheit auf unseren Straßen geleistet. Und das hat letztlich auch Auswirkungen auf die Zahl der Verkehrstoten, die im Jahr 2003 zurückging und jetzt auf dem Niveau der 50er Jahre in Österreich liegt."

Pro Kategorie wird beim Ö3 Verkehrsaward je ein Preisträger für seinen außerordentlichen Einsatz prämiert. Die Jury setzt sich aus Fachleuten der Medien, des Bundesministeriums für Inneres und von Ö3 zusammen.

DIE PREISTRÄGER

Kategorie: Gendarmerie
Preisträger: Landesgendarmeriekommando Vorarlberg, Landesleitzentrale 5. Oktober 2003: Wintereinbruch in Vorarlberg. Gegen 17.00 Uhr setzt starker Schneefall ein, auf der S16 sind zahlreiche Autofahrer noch mit Sommerreifen unterwegs. Dutzende Fahrzeuge bleiben hängen oder stellen sich quer. Die Räumfahrzeuge sind im Dauereinsatz. Gegen 21.00 Uhr wird die S16 ab dem Arlbergtunnel gesperrt. Die Landesleitzentrale der Vorarlberger Gendarmerie leitet alle Notmaßnahmen ein. In enger Zusammenarbeit mit dem Ö3-Verkehrsservice werden die Autofahrer kontinuierlich über die Situation informiert. So kann verhindert werden, dass weitere Autofahrer vom Wintereinbruch überrascht werden.
Das Landesgendarmeriekommando Vorarlberg hat, bedingt durch zahlreiche Berg- und Passstraßen, nicht nur in den Wintermonaten bei der Verkehrslenkung eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe. Gerade im Transitverkehr ist es wichtig, die Verkehrsströme an Behinderungen möglichst rasch und störungsfrei vorbei zu leiten.

Kategorie: Polizei
Preisträger: Bundespolizeidirektion Graz, Funkleitstelle
23. Mai 2003 - 06:45 Uhr: Im Plabutschtunnel auf der Pyhrnautobahn bei Graz kommt es in den Morgenstunden zu einem Frontalzusammenstoß zwischen einem LKW und einem Kleinlaster. Eine Person wird schwer verletzt. Der Tunnel muss in beiden Richtungen für mehrere Stunden gesperrt werden. Die Funkleitstelle der BPD Graz leitet sofort alle verkehrstechnischen Maßnahmen ein. So muss der Verkehr durch das Grazer Stadtgebiet umgeleitet werden, die neuralgischen Kreuzungspunkte werden von Polizeibeamten besetzt. Die Funkleitstelle steuert die Ampelschaltungen so, dass der Durchzugsverkehr bevorzugt geregelt wird.
Graz als zweitgrößte Stadt in Österreich bedarf einer besonders sensiblen Verkehrslenkung. Die enge Zusammenarbeit zwischen Ö3 und der Funkleitstelle Graz garantiert tagtäglich, den Autofahrer informiert und sicher an sein Ziel zu bringen.

Kategorie: Feuerwehr
Preisträger: Freiwillige Feuerwehr Bad Ischl
31. Jänner 2003: Auf der Salzkammergut-Bundesstraße kommt ein mit Salz beladener Silo-Transporter ins Schleudern und prallt gegen einen entgegenkommenden LKW. Als die Männer der Feuerwehr Bad Ischl zur Unfallstelle kommen, steht ein LKW in Vollbrand, das zweite Schwerfahrzeug liegt quer über der Fahrbahn. Drei Schwerverletzte sind zu bergen. Öl tritt aus und rinnt in die Traun. Die Aufräumarbeiten dauern Stunden. Durch den Einsatz der Feuerwehr Bad Ischl können Umweltschäden verhindert werden.

Kategorie: Rettung
Preisträger: Österreichisches Rotes Kreuz, Bezirksstelle St. Pölten 5. August 2003: Auf der Westautobahn bei St. Pölten krachen drei LKW ineinander. Drei Personen werden dabei verletzt. Die Autobahn ist blockiert, die Folge: 20 Kilometer Stau. Bei Temperaturen von über 30 Grad stehen mehr als 2000 Autofahrer stundenlang im Stau. Das Rote Kreuz ist sofort zur Stelle und übernimmt die Versorgung der Hitzeopfer. Die im Stau stehenden Autofahrer werden außerdem mit Getränken versorgt.

Kategorie: Straßenmeisterei
Preisträger: Straßenmeisterei Alland
Einer der sensibelsten Bereiche im niederösterreichischen Straßennetz ist im Winter die Wiener Außenringautobahn, A21. Steigungsstrecken, Wetterkapriolen und der hohe LKW-Anteil machen den Winterdienst für die Straßenmeisterei Alland zu einer besonderen Herausforderung. Innerhalb von Minuten verwandelt sich die A21 oft in eine Schneefalle, die gerade für LKW extreme Gefahren birgt.
Von Alland aus können bis zu zehn Allrad-Streufahrzeuge ausfahren. Jedes beladen mit zehn Tonnen Salz und 2.000 Liter Sole. Bei einem einzigen Streueinsatz auf der A21 können rund 30 Tonnen Salz verbraucht werden.
Die Straßenmeisterei Alland ist mit einem Wetterradar ausgestattet, damit rechtzeitig auf einen Wetterumschwung reagiert werden kann.
So wird im Bedarfsfall direkt bei der Straßenmeisterei ein Krisenstab eingesetzt. Gendarmerie, Feuerwehr und Straßenmeisterei koordinieren vor Ort alle Einsatzschritte. Per Mausklick werden Wechselverkehrszeichen gesteuert. Der Verkehrsteilnehmer kann so direkt auf der Straße von der Kettenpflicht bzw. einer Fahrbahnsperre informiert werden.

Kategorie: Ö3ver
Preisträger: Erhard Kollnberger, Ö3ver des Jahres 2003
Erhard Kollnberger aus Oberösterreich ist mit seinem PKW jährlich an die 40.000 km auf Österreichs Straßen unterwegs. Fast täglich informiert er die Redakteure der Ö3-Verkehrsredaktion über Staus, Unfälle, Baustellen oder akute Gefahrensituationen. So auch am 13. Oktober 2003 . Herr Kollnberger ist in den Morgenstunden von Oberösterreich Richtung Wien unterwegs. Knapp nach dem Autobahnende bei Auhof hat sich im Frühverkehr ein Stau gebildet. Der Stau endet in einer unübersichtlichen Kurve. Herr Kollnberger informiert sofort die Verkehrsredaktion. Durch die Meldung im Radio können Auffahrunfälle verhindert werden - zeitgleich informiert Ö3 die Exekutive, um die weitere Vorgangsweise zu akkordieren.

FCD - Floating Car Data
Hitradio Ö3 steht auf dem Sektor der Verkehrsinformation für höchste Qualität und innovative Entwicklungen. Nach der Einführung der digitalen Verkehrsinformation (RDS-TMC) vor zwei Jahren setzt nun Ö3 auf eine neue Technologie der Datenerfassung - FCD - Floating Car Data.
Hitradio Ö3 hat FCD in Zusammenarbeit mit arsenal research entwickelt. Das Prinzip ist relativ einfach: Positionsdaten werden von den Fahrzeugen generiert und an einen Zentralrechner gesendet. Aus den Daten dieser rollenden Verkehrssensoren und den Start- und Zielkoordinaten kann so ein aktuelles Verkehrslagebild des Straßennetzes dargestellt werden. Die Verkehrsredaktion erkennt so auf einen Blick die jeweilige Verkehrssituation und leitet daraus aktuelle Infos, aber auch Prognosemodelle, ab. Neben den bewährten Informationskanälen nimmt nun eine neue Generation der Datenerfassung Einzug in die Verkehrsinformation - mit dem Ziel, dem Autofahrer in der mobilen Gesellschaft noch genauere Informationen über den aktuellen Verkehrsfluss zu geben.

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Hitradio Ö3 Öffentlichkeitsarbeit
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