Internationaler Kongress: Gesunde Raumluft

Schadstoffe in Innenräumen - Prävention und Sanierung

Wien (OTS) - Anlässlich der Eröffnung des Kongresses "Gesunde Raumluft", der vom 12. bis 13. Februar 2003 im Messenzentrum WienNeu stattfindet, haben der amtsführende Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung, Werner Faymann, die Wiener Umweltanwältin Dr. Andrea Schnattinger und DI Dr. med. Hans-Peter Hutter, ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt, zu einer Pressekonferenz geladen. Gesunde Raumluft ist ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden und schafft hohe Lebensqualität in Wohnungen, sowie Produktivität in Schulen und Büros. Wege dazu soll der zweitägige internationale Kongress aufzeigen.

"90 Prozent der Zeit befindet sich der Mensch durchschnittlich in Innenräumen. Gesunde Raumluft ist deshalb ein wichtiger Faktor für Gesundheit und Wohlbefinden. Vor allem in den eigenen vier Wänden, in denen man schläft und einen guten Teil seiner Freizeit verbringt, müssen gesundheitsschädigende Einflüsse möglichst hintangehalten werden. Dazu können einerseits die Bewohner selbst durch ihre Rauchverhalten, durch richtiges Lüften oder durch Zimmerpflanzen sehr viel beitragen. Andererseits wird die Basis für eine gesunde Raumluft bereits bei der Errichtung von Wohnhäusern gelegt. Die Stadt trägt durch strenge Richtlinien in der Bauordnung sowie durch den Verzicht auf gesundheitsgefährdende Baustoffe im geförderten Wohnbau seit Jahren dazu bei. Auf PVC-hältige Baustoffe wird ebenso verzichtet wie auf gesundheitsschädigende Klebstoffe, Lacke und Teppichböden.

Immer mehr geförderte Wohnprojekten werden darüber hinaus mit einem "Ökopass" ausgezeichnet. Ziel ist der Nachweis der baubiologischen und -ökologischen Qualität von Wohnhausanlagen. Die Kriterien 'Thermische Behaglichkeit', 'Innenraumluftqualität', 'Belichtung', 'Schallschutz', 'elektromagnetische Qualität', 'Baustoffwahl', 'Energie- und Wassereinsparung' werden durch Messungen und Berechnungen in einer Vor- und einer Endbewertung überprüft. Beim Projekt Kabelwerk mit fast 900 Wohnungen kommt diese klimarelevante Überprüfung ebenso zum Einsatz wie beim Projekt Monte Laa in Favoriten", erklärte Wohnbaustadtrat Werner Faymann.

Inhalte der Tagung

Gestiegene Anforderungen und erhöhte Sensibilität der RaumnutzerInnen erfordern neue Lösungsansätze - sowohl im Baubereich als auch in der Medizin. Namhafte ExpertInnen informieren über die neuesten Entwicklungen von Instrumenten zur Qualitätssicherung bei Neubauten und Sanierungen bis hin zu Strategien zum optimalen Betrieb von Gebäuden. Praxisnah wird demonstriert, wie sich Erkenntnisse aus der Baubiologie und der Umweltmedizin umsetzen lassen. "Mit erfolgreichen Modellen, z. B. ÖkoKauf Wien, werden Möglichkeiten für qualitativ hochwertiges Bauen nach ökologischen Kriterien geschaffen", freut sich die Wiener Umweltanwältin.

"Da sich die Menschen fast 90 % ihres Lebens in Innenräumen aufhalten, kann eine moderne Gesundheitsvorsorge nicht mehr an diesem Thema vorbeigehen", betont DI Dr. Hutter nachdrücklich. "Schlechte Raumluft verringert die Leistungsfähigkeit und kann krank machen -das kostet auch viel Geld", informiert Hutter weiter. BaupraktikerInnen und MedizinerInnen werden Wege zur Vermeidung dieser unnötigen Kosten erläutern.

Weitere Inhalte des Kongresses: Belüftung von Räumen, Erkennen und Sanierung von Risikofaktoren, gebäudebedingte Krankheitsbilder sowie der rechtliche Aspekt. Abgerundet wird das umfassende Programm mit Workshops und Postersessions.

Präsentation der Broschüre Wohnen & Gesundheit

Zur Erholung vom Alltag braucht jeder Mensch einen Wohnbereich, der Wohlbefinden und Gesundheit fördert. Dabei ist vielen BürgerInnen nicht immer klar, auf welche (Umwelt-)Faktoren sie in ihren vier Wänden achten sollen, bzw. welche sie auch maßgeblich beeinflussen können. Die neue 110-seitige Broschüre, die von den ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt herausgegeben und vom Lebensministerium und der Wiener Umweltanwaltschaft unterstützt wurde, bietet eine Zusammenfassung wesentlicher Erkenntnisse aus der Wohnmedizin. Themen wie chemische Schadstoffe, Umweltpsychosomatik, elektromagnetische Felder sowie die rechtliche Situation in Österreich werden behandelt und durch Tipps und Maßnahmen für den Alltag ergänzt.

Die Broschüre kann bei den ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt, Tel.: 01/4277/64722 oder per aegu@nextra.at , bestellt werden (Kosten: 5 Euro zzgl. Versand).

Mehr Informationen:

o Werner Faymann Mieterhilfetelefon 4000/8000
8, Bartensteingasse 9
o DI Dr. med. Hans-Peter Hutter, ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt, Tel. und Fax: 01/2163422, aegu@nextra.at

rk-Fotoservice: http://www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) ru

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Wiener Umweltanwaltschaft
Romana Uhyrek
Tel.: 379 79/88 985
uhr@wua.magwien.gv.at

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