FPÖ-Wien: Technologiepark Bahnhof Wien bietet ungeahnte Chancen für die Bundeshauptstadt!

Große Nutzungsflächen für wirtschaftliche Innovation können geschaffen werden!

Wien, 12-02-2004 (fpd) - Die Neugestaltung des Bahnhofs Wien wurde von den Wiener Freiheitlichen bereits vor der letzten Gemeinderats-und Landtagswahl als Gesamtprojekt präsentiert und im Jahr 2001 entsprechende Pläne der Öffentlichkeit vorgestellt. In Zusammenarbeit mit Architekten und Fachleuten wurde nunmehr die Neugestaltung des Projektes vom Südbahnhof bis zum Frachtenbahnhof Meidling in einer Gesamtschau erarbeitet und nunmehr umfassend dargelegt, so heute Stadtrat DDr. Eduard Schock und Stadtrat Johann Herzog im Zuge einer Pressekonferenz.

Daß nunmehr auch die Wiener SPÖ wesentliche Teile dieses Vorschlages in ihre verkehrspolitische Überlegungen mitaufgenommen habe, sei nicht nur erfreulich, vor diesem Hintergrund sei auch die Zusammenarbeit von Wiener Stadtregierung, BMVIT und ÖBB positiv hervorzuheben. Der Zentralbahnhof sowie die umliegenden Bereiche wären jedoch nur als Teilprojekt zu betrachten. Dringend notwendig wäre bei der jetzigen Neugestaltung des Zentralbahnhofes die bauliche Möglichkeit einer Ausweitung des Projekts via Gürtel bis zum Matzleinsdorfer Frachtenbahnhof, so Herzog.

Ziel müsse es bleiben, daß die Tieflegung der Südbahn als Trasse mit angemessen hoher Geschwindigkeit verwirklicht werden könne. Der Bahndamm, welcher die Bezirke Wieden und Margareten von den Bezirken Favoriten und Meidling baulich als eine Art "chinesische Mauer" trennt, wäre nicht nur ein häßliches Relikt der Nachkriegszeit, er fördere durch seinen trennenden Charakter massiv die drohende Verslumung in den umliegenden Gebieten.
Die Wegführung des Zentralbahnhofes sollte ebenfalls in Tieflage geführt werden. Die Tieflegung selbst bedarf einer Neigung von ca. 1,27%. Laut Auskunft von Sachverständigen der ÖBB gebe es dabei keinerlei technische Schwierigkeiten, so Herzog.

Die in den letzten Wochen kolportierte doppelstöckige Führung der Südbahn beim Matzleinsdorferplatz und der Triesterstraße werden von den Freiheitlichen nicht nur grundweg abgelehnt, sie zeigen einmal mehr, daß städtebauliche Kreativität und ästhetisches Empfinden bei den Befürwortern, bei der ÖBB und der Stadt Wien, offenbar völlig in den Hintergrund getreten sind. 20-22 Meter hohe Bahndammwälle werden wir in Wien jedenfalls nicht akzeptieren, so die beiden Politiker unisono.

Die nach den freiheitlichen Vorstellungen tiefzulegende Bahntrasse würde ein städtebauliches Gestaltungsgebiet von rund 120 ha Größe freigeben. Ungeahnte Möglichkeiten der Verwendung - beginnend von Freizeiteinrichtungen bis hin zu rund 5000 Wohneinheiten - würde dieses Gebiet mit sich bringen.

Bahnhofsareal soll zum Technologiezentrum Wien-Zentral werden!

Das Areal rund um den neuzuschaffenden Bahnhof-Wien biete sich für die Errichtung eines Gründer- und Technologiezentrums förmlich an. Als wichtige Gründe für die Ansiedlung rund um den Bahnhof nannten die Stadträte Herzog und Schock die klaren Eigentumsverhältnisse, die bereits vorhandene Infrastruktur sowie die optimale Verkehrsanbindung. Das Wiener Technologiezentrum soll Starthilfe für technologieorientierte Betriebsneugründungen sein sowie einen Technologieschub für die produzierenden und verarbeitenden Unternehmen der Ost-Region auslösen. Mit dem TZ Wien wird es einen leichteren Zugang der Klein- und Mittelbetriebe zu modernem Forschungs-Know-how geben. Außerdem können rund 6-7000 sichere und zukunftsweisende Arbeitsplätze für HTL-Ingenieure, Facharbeiter und Fachhochschul-Abgänger geschaffen werden.

Die Kosten für die Schaffung des neuen Bahnhofes Wien werden mit rund 420 Millionen € beziffert. Eine Durchrechung der Kosten für eine Tieflegung der Bahntrasse für rund 2,8 km mit Überplattung würde ca. 180 Millionen € veranschlagen. Mit baulichen Veränderungen und zu erwartenden Vorleistungen wäre daher die Neugestaltung des Bahnhofes mit Tieflegung der Bahn und Wegfall des Bahndammes um rund 700-800 Millionen Euro zu erreichen, so Herzog und Schock abschließend. (Schluß) jen

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