Pirker: Neuregelung für Anerkennung von Berufsqualifikationen fördert Mobilität der Arbeitnehmer

Österreichischer HTL-Ingenieur wird berücksichtigt

Straßburg, 12. Februar 2004 (ÖVP-PK) "Arbeiten in einem EU-Staat wird in Zukunft einfacher. Die EU vereinfacht die Anerkennungsregeln für Hochschulabschlüsse und Berufsqualifikationen. Das bringt die Freizügigkeit der Bürger in der Union einen Schritt näher vom Prinzip zur Realität", sagte heute,Donnerstag, der ÖVP-Europaabgeordnete und Kärntner ÖAAB-Landesobmann Dr. Hubert Pirker in Straßburg. In der gestrigen Plenarsitzung beschloss das Europäische Parlament die erste umfassende Modernisierung des Gemeinschaftssystems zur Anerkennung von Berufsqualifikationen, seit dieses System vor 40 Jahren eingeführt wurde. "Wir schaffen ein klares, sicheres und schnelles System für die Anerkennung von Qualifikationen. Damit gewährleisten und fördern wir die Freizügigkeit und Niederlassungsfreiheit der Bürger und den freien Dienstleistungsverkehr in der gesamten Union", ist Pirker zufrieden. ****
Gegenwärtig wird die Anerkennung von Berufsqualifikationen auf EU-Ebene durch eine Vielzahl an Beschlüssen und Richtlinien geregelt. "In der Realität gibt es jedoch nach wie vor zahlreiche Hindernisse, die der Freizügigkeit der Unionsbürger im Weg stehen. Es kommt noch zu häufig vor, dass in einem Mitgliedstaat erworbene Hochschulabschlüsse oder Berufsqualifikationen in anderen Mitgliedstaaten nicht anerkannt werden. Auch die Verpflichtung zu Anpassungslehrgängen oder Eignungsprüfungen für die Ausübung bestimmter Tätigkeiten trägt nicht zu einer Erhöhung der Mobilität in der EU bei", begründet Pirker die Notwendigkeit einer Reform des Anerkennungssystems.

Mit der vorgeschlagenen Richtlinie soll jetzt ein einfaches und transparentes System eingeführt werden, das die bestehenden Regelungen ablöst und einen verbindlichen rechtlichen Rahmen schafft. "Die Bestimmungen werden klarer formuliert und vereinfacht. 15 einzelne Richtlinien werden durch eine einzige ersetzt. Vor allem Berufsqualifikationen - wie auch der Österreichische HTL-Ingenieur -werden in stärkerem Maß als bisher in den Mitgliedstaaten automatisch anerkannt. Das führt zu einer Erleichterung der Freizügigkeit von qualifizierten Personen", so Pirker. Die Kommission schlägt ferner vor, ihre Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten weiter zu entwickeln, um die Bürger besser über ihre Rechte zu informieren und ihnen eine größere Unterstützung bei der Anerkennung ihrer Berufsqualifikationen zukommen zu lassen.

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