Februar 1934: "Am Anfang stand das böse Wort"

Wien (OTS) - Der Bezirksvorsteher Ing. Heinrich Gerstbach (VP)
hatte aus Anlass der Ausstellungseröffnung "GegenGewalt. Feb34ff" in der Volkshochschule Hietzing die Bezirksratssitzung verschoben, um allen Mandataren die Gelegenheit zu geben, an dieser Gedenkveranstaltung teilzunehmen.

Mehr als 120 Interessierte waren gekommen und konnten von LAbg. Dr. Alois Mayer begrüßt werden, der betonte, dass es wichtig sei, nicht in der Vergangenheit stehen zu bleiben. Die Ausstellung widmet sich ausgehend vom Bürgerkrieg im Februar 1934 dem Verhältnis von Gewalt und Politik. Die Ausstellung kann auch im Internet besichtigt werden.

Die Diskussion im Anschluss an die Ausstellungseröffnung, die Hans Henning Scharsach moderierte, verlief äußerst kontroversiell. Gottfried-Karl Kindermann und NR Mag. Walter Tancsits wollten Engelbert Dollfuß nur als erstes Opfer der Nationalsozialisten sehen, während Manfred Scheuch durchaus zu einer differenzierten Betrachtung des Austrofaschismus bereit war. Einig waren sich die Diskutanten darüber, dass unmittelbar nach der Ausschaltung des Parlaments 1933 ein Generalstreik ausgerufen hätte werden müssen. Univ. Prof. Gerhard Jagschitz verstand es, die Vorgeschichte des Bürgerkrieges so zu präsentieren, dass die gegensätzlichen Standpunkte erkennbar waren. "Eine Konsensgeschichte kann es nicht geben."

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o Volkshochschule Hietzing: http://www.vhs-hietzing.at/

(Schluss) vhs

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