Skorianz fordert Denkmalschutz für Grenzstationen

Klagenfurt, 2004-02-12 (fpd) In den nächsten Jahren wird es durch den EU-Beitritt Sloweniens zu einem gänzlichen Wegfall der Grenzkontrollen nach Slowenien kommen. Darauf machte heute der Raumordnungssprecher und Landtagskandidat der FPÖ, Andreas Skorianz, aufmerksam.

Der EU-Beitritt und der Wegfall der Grenzen nach Süden sei für Kärnten eine große wirtschaftliche Chance. Erstmals könne die Wirtschaft Kärntens ungehindert nach Süden expandieren und auch für die nachbarschaftlichen Beziehungen werde es ungeahnte Chancen geben.

Für den Fall eines Schengenbeitritts Sloweniens, sehe die EU jedoch den Abriss sämtlicher Grenzstationen vor. "Dieser unsinnigen Bestimmung muss vorgebeugt werden, indem diese zum Teil baulich, zum Teil historisch wertvollen Bauten unter Denkmalschutz gestellt werden", fordert der freiheitliche Raumordnungssprecher.

So seien die Zollgebäude am Karawankentunnel ein Zeugnis für die kärntnerische Holzbaukunst. "Unverständlicher Weise musste am Grenzübergang Thörl-Maglern eine ähnliche Konstruktion auf Grund der EU-Bestimmung abgerissen werden. Für etwaige Schengen-Kontrollen müssen hier nunmehr unansehnliche Container für die Beamten aufgestellt werden", kritisierte Skorianz und erklärte, "um dies an der Grenze nach Slowenien zu vermeiden, sind die Zollstationen tunlichst zu erhalten."

Die sichtbaren Grenzgebäude sollten aber auch für die nachfolgenden Generationen als Mahnmal an eine Zeit des getrennten Europas erinnern. Über Jahrzehnte bildeten die Karawanken eine oft unüberwindbare Grenze, der an sich verwandten Bevölkerung. Skorianz wird daher beim Bundesdenkmalschutz beantragen, dass die Grenzstationen unter Schutz gestellt werden.

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