Fischer: "Bundespräsident muss eine moralische und politische Autorität sein"

Wien (SK) "Wenn ein Bundespräsident sich nur auf seine institutionellen Rechte beruft und ‚große Worte' macht, wird er ziemlich schnell anecken. Ein Bundespräsident muss vielmehr eine moralische und politische Autorität sein, vernünftig und maßvoll, sorgfältig und fair handeln, wie es z.B. Adolf Schärf war. Diese Komponente hat eine größere realpolitische Bedeutung", betonte der zweite Nationalratspräsident und SPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Heinz Fischer bei einer Podiumsdiskussion anlässlich der Präsentation der zweiten Auflage seines Buches "Wendezeiten". Fischer bekräftigte die Wichtigkeit seines Buches vor dem Hintergrund, dass in den Jahren 1999/2000 und auch danach viel passiert und erzählt worden sei, was er, Fischer, nicht unkommentiert im Raum stehen lassen wollte. -"Mein Motiv war, ein Buch, ein Dokument für die Zeitgeschichte zu schreiben."****

Die Tatsache, dass auch Nationalratspräsident Khol ein Buch über die, aus seiner Sicht, ‚geglückte Wende' und die ÖVP-FPÖ-Regierung geschrieben habe, habe bei ihm, Fischer das Bedürfnis geweckt auch ein Buch über diese Zeit zu schreiben. Fischer: "Es gibt so etwas wie geistige Hegemonie, wenn man nicht widerspricht. Zudem wollte ich, dass auch eine Faktensammlung aus unserer Sicht vorliegt." Höchst erfreut zeigte sich Fischer über die zahlreichen positiven Reaktionen, die die erste Auflage seines Buches hervorgerufen hatte. Hohe geistliche Würdenträger und auch Vertreter anderer Parteien hätten ihm, Fischer, für die detailgetreue und exakte Darstellung der Ereignisse Respekt gezollt, "was mich auch sehr stolz gemacht hat und was natürlich Grund war, eine zweite Auflage aufzulegen, die nun um Fakten und Ereignisse aus der Zeit von Sommer 2003 bis Jänner 2004 verlängert wurde." (Schluss) rr

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