Findeis: Kriminalität steigt weiter besorgniserregend

12% mehr Delikte im Jänner 2004 in Niederösterreich

St. Pölten (SPI) - "Der ständige Anstieg der Kriminalität lässt scheinbar bei allen, außer beim Innenminister die Alarmglocken läuten. Im Jänner 2004 gab es um 709 Delikte mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, das entspricht einer Steigerung der Kriminalität von 12%", umreißt der Sicherheitssprecher der SPÖ-NÖ, LAbg. Hermann Findeis die Situation. "Dramatisch ist nach wie vor die Personalsituation. Nicht nur dass die Überstundenkontingente auf dem extrem niedrigen Niveau von 2003 eingefroren wurden, fehlen Niederösterreichweit an die 400 BeamtInnen. Die KollegInnen arbeiten am Rande ihrer Leistungsfähigkeit und werden vom Minister völlig im Stich gelassen", so Findeis weiter. "Am 1. Dezember gingen 102 KollegInnen in Pension, mit 1. Februar werden 20 neu aufgenommen, die Überstundenkontingentierung ist voll in Kraft, die Kriminalität steigt unbegrenzt. Langsam sehe ich kein Licht mehr am Horizont" unterstützt auch der NÖ FSG-Vorsitzende der Exekutivgewerkschaft, Franz Hofko die Forderungen von LAbg. Findeis nach Aufhebung des Überstunden-Sparerlasses und nach dringender Aufstockung des Personals.****

"Mit ersten Mai werden zwar die Zollbeamten der Gendarmerie eingegliedert, doch noch niemand weiß wirklich, wie die Beamten auf die Dienststellen aufgeteilt werden. Außerdem darf ja auch nicht vergessen werden, dass mit den Zollwachebeamten nicht nur neue KollegInnen aufgenommen werden, sondern dass auch zahlreiche Aufgaben übernommen werden müssen und einige neue Dienststellen an der Grenze zu besetzen sind. Damit kann durch die Eingliederung der Zollwachebeamten nicht wirklich von einer Aufstockung des Personals gesprochen werden. Das als Personalaufstockung zu bezeichnen ist einfach eine reine Beschönigung und hilft weder der verunsicherten Bevölkerung noch den überlasteten BeamtInnen im Außendienst", so Findeis weiter. "Der Anstieg der Kriminalität ist ja nicht nur quantitativ. Eine Steigerung gab es vor allem in jenen Bezirken, die früher nicht so stark betroffen waren. Vor allem die Bezirke, die sozusagen im ‚Landesinneren' von Niederösterreich liegen, sind aber auch besonders stark von der personellen Unterbesetzung betroffen!", so Findeis abschließend.
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