Csörgits fordert Entlastung der KleinverdienerInnen

Mehr Negativsteuern - mehr Geld fürs Leben!

Wien (ÖGB). Die heutige bundesweite Aktion der ÖGB-Frauen zur Rückholung der Negativsteuern erweist sich als voller Erfolg, zieht ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Csörgits Bilanz. In Wien wurden allein am Vormittag rund 5.000 Exemplare einer Infobroschüre mit Steuertipps für KleinverdienerInnen an interessierte PassantInnen verteilt. "Hunderttausende Frauen haben ein Einkommen unterhalb der Steuerfreigrenze. Für sie gibt es im Rahmen der Steuerreform keinen Cent Entlastung. Uns ist es ein Anliegen, dass die Menschen zumindest über die bestehenden bescheidenen Entlastungsmöglichkeiten Bescheid wissen", sagt Csörgits. An den Finanzminister richten die ÖGB-Frauen den Appell, er solle den KleinverdienerInnen "mehr Negativsteuern - mehr Geld fürs Leben" lassen.++++

Rund 2,1 Millionen ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen hatten vergangenes Jahr ein derart niedriges Einkommen, dass sie keine Lohnsteuer zahlen mussten. 70 Prozent der Betroffenen waren Frauen. Unselbständig Beschäftigten, die ein Einkommen unter der Steuerfreigrenze haben, können sich zehn Prozent der von ihnen geleisteten Sozialversicherungsbeiträge als Steuergutschrift vom Finanzamt zurückholen. Diese so genannte Negativsteuer ist jedoch mit einem Betrag von maximal 110 Euro im Jahr begrenzt. PensionistInnen mit niedrigem Einkommen bleibt nicht einmal diese Entlastungsmöglichkeit, für sie gibt es bislang keine Negativsteuer.

Die Forderungen der ÖGB-Frauen zur Steuerreform:

O Verdoppelung der Negativsteuer von 110 Euro auf 220 Euro.

O Einführung einer Negativsteuer auch für PensionistInnen.

O Eine spürbare Entlastung für mittlere Einkommen.
Bei einem Einkommen zwischen 1.900 und 2.300 Euro wird die Entlastung durch die Steuerreform 2005 nicht einmal 20 Euro betragen. In diese Einkommensklasse fallen viele Frauen, die Vollzeit arbeiten.

O Gleiches Recht für alle Familien.
Über 800.000 Kinder, die in Familien leben, wo beide Elternteile berufstätig sind, haben von den neuen "Kinderzuschlägen" nichts. Statt die traditionelle Hausfrauen-Ehe zu fördern, sollte die Regierung Geld für den Ausbau der Kinderbetreuung zur Verfügung stellen. (mfr)

Die Verteil-Standorte Donnerstag Nachmittag in Wien:

O Floridsdorfer Spitz, 1210 Wien, ab 16 Uhr
O Praterstern, 1020 Wien, ab 16 Uhr
O Schottentor, 1010 Wien, ab 16 Uhr
O Viktor Adler Markt, 1100 Wien, ab 16 Uhr
O Westbahnhof, 1060 Wien, ab 16 Uhr

SERVICE: Fotos von der Infoaktion stellt Ihnen die ÖGB-Presse gerne zur Verfügung.

ÖGB, 12. Februar 2004
Nr. 081

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