ÖAMTC: Im Roppener Tunnel heißt es runter vom Gaspedal und Sicherheitsabstände einhalten

Aus für rücksichtslose Autofahrer durch Videoüberwachungsanlage

Wien (ÖAMTC-Presse) - Abstandssünder und Tempobolzer haben im Roppener Tunnel auf der Inntal Autobahn (A 12) keine Chance mehr. Seit vergangener Woche ist nämlich eine Abstands- und Geschwindigkeits-Messanlage in Betrieb. "Der Roppener Tunnel gilt als unfallträchtig. Der Großteil der Unfälle passiert wegen zu geringer Sicherheitsabstände. In diesem Tunnel sind Zeitabstände unter einer halben Sekunde keine Seltenheit", begrüßt ÖAMTC-Verkehrsexperte Willy Matzke die Errichtung der Verkehrsicherheitsanlage (VSA).

Im fünf Kilometer langen Roppener Tunnel werden die Video-Messergebnisse der Verkehrssicherheitsanlage (VSA) per Fernleitung direkt an das Tunnelportal übermittelt. Die Verkehrsgendarmerie kann deshalb sofort einschreiten und rücksichtslose Autolenker aus dem Verkehr ziehen. "Der ÖAMTC konnte erreichen, dass solche Anlagen nicht zum Abkassieren von Verkehrsstrafen eingesetzt werden sollen, sondern ausschließlich an Unfallschwerpunkten", sagt Matzke.

Der Club verlangt zur zusätzlichen Hebung der Verkehrssicherheit, dass bei den Anlagen der Hinweis "Video Controlled" an allen Messbereichen angebracht wird. Außerdem sollte auch ein blinkendes Warnschild eine überhöhte Geschwindigkeit oder zu geringen Abstand signalisieren, bevor "scharf geschossen" wird. "Aufklärung muss vor Strafen gehen. Denn vielen Autofahrern ist gar nicht bewusst, wie gefährlich geringe Sicherheitsabstände gerade in Tunnels sind", weiß Matzke.

Der abschließende Tipp des ÖAMTC-Verkehrsexperten für eine Fahrt durch den Tunnel um nicht "geblitzt" zu werden: Die Untergrenze für den sicheren Abstand sind zwei Sekunden Fahrzeit oder 50 Meter Abstand. In einem Tunnel ist das leicht einzuhalten, gibt es doch alle 1000 Meter 50 Meter lange Haltebuchten, die besonders ausgeleuchtet sind. Auf Höhe der 50 Meter langen Haltebucht darf sich nur ein Fahrzeug befinden, ansonsten ist der Abstand zum vorderen Fahrzeug zu gering. "Wer diese Regel einhält, ist mit ausreichendem Abstand unterwegs und wird sicherlich nicht von der Verkehrssicherheitsanlage (VSA) erfasst", sagt Matzke. Die gleiche Regel gilt übrigens auch im Freiland. 50 Meter entsprechen etwa der Länge zweier großer Lkw-Züge. Ein geringerer Abstand wäre schon bei 80 Stundenkilometern zu gefährlich.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0001