VSStÖ: 1934 - Kampf für die Demokratie

Sozialistische Studierende gedenken dem Bürgerkrieg im Februar 1934

Wien (SK) Das Jahr 1934 war ein Schicksalsjahr für Österreich und die österreichische Sozialdemokratie. Schon im März 1933 schaltete der christlich-soziale Bundeskanzler Engelbert Dollfuß in einem illegalen Akt das Parlament aus. "Am heutigen 12. Februar gedenken wir gemeinsam mit allen SozialistInnen in ganz Österreich den Februarkämpfen im Jahr 1934", erklärte VSStÖ-Bundesvorsitzende Andrea Brunner am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Dollfuß und seine autoritäre Regierung haben die ArbeiterInnenbewegung zerschlagen und die letzten Reste der Demokratie beseitigt. Sozialdemokratische KämpferInnen leisteten als Erste in Europa bewaffneten Widerstand gegen den Faschismus", zollte Brunner den KämpferInnen hohen Respekt. ****

Der Widerstand forderte große Opfer, zahlreiche SozialdemokratInnen wurden in das Anhaltelager "Wöllersdorf" deportiert. Die Sozialdemokratische Partei sowie die ArbeiterInnenorganisation wurden verboten und die Gewerkschaften aufgelöst. "Die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der österreichischen Geschichte ist daher unabdingbar. Eine politische Auseinandersetzung muss offen und ohne Scheuklappen geführt werden. Wir verneinen die These der "geteilten Schuld", für uns ist klar, dass die Verantwortung für die Ausschaltung der Demokratie eindeutig bei Dollfuß liegt. Außerdem muss sein Bild schleunigst aus den Klubräumen der ÖVP entfernt werden", forderte Brunner abschließend. (Schluss) up/mm

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