Fachhochschule Wiener Neustadt beschließt Marchfeld-Akademie

Wieder entscheidender Fortschritt bei Realisierung des GIP Gewerbe- und Industriepark Wien Nordost

Wien (OTS) - Wieder ein entscheidender Fortschritt bei der Realisierung des Gewerbe und Technologieparks Wien Nordost, der in den kommenden zehn Jahren im Marchfeld mit dem Zentrum in Strasshof umgesetzt werden soll: Die Fachhochschule (FHS) Wiener Neustadt hat nun beschlossen die geplante Marchfeld-Akademie als Außenstelle der FHS Wiener Neustadt zu betreiben. Erste Lehrgänge sind ab Herbst 2005 geplant, Beratungs- und Technologietransferaktivitäten können bereits im Herbst 2004 anlaufen.

Die Marchfeld-Akademie, die gemeinsam mit einem Technologiepark auf einer Fläche von 18,9 Hektar im Bereich Waldacker auf dem Gebiet der Gemeinde Strasshof errichtet wird, stellt die erste Stufe im Gesamtprojekt GIP dar, das innerhalb der nächsten zehn Jahre auf einer Fläche von mehr als 140 Hektar realisiert werden soll.

Die Realisierung erfolgt in Absprache mit dem Land Niederösterreich und den vier Marchfeld-Gemeinden Strasshof, Gänserndorf, Markgrafneusiedl und Deutsch-Wagram.

Gesellschafter der GIP-Projektrealisierungs GmbH, die dieses Vorhaben realisiert, sind zu je 25,5 Prozent ECO PLUS, Niederösterreichs regionale Entwicklungsagentur und die Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien, je 24,5 Prozent halten der Raiffeisenverband Salzburg und die SGG (Strasshof Grundstückverwaltungs GmbH).

Wie der für den Bereich Technik, Forschung, technische Studiengänge zuständige Geschäftsführer der FHS Wiener Neustadt, o.Univ.Prof.DDr. Helmut Detter, betont, wird die FHS in der Marchfeld-Akademie in einer ersten Stufe Forschungspartnerschaften, Technologieberatung sowie Aus- und Weiterbildungslehrgänge anbieten. Je nach Nachfrage werden diese Lehrgänge Themengebiete wie Logistik, Wirtschaftsingenieur, Produktionstechnik, Innovation-Engineering, Geoinformatik aber auch betriebswirtschaftliche Fächergruppen umfassen. Nach Inbetriebnahme der ersten Baugruppe der Marchfeld-Akademie kann somit ab Herbst 2005 ein alle Themen umfassendes Dienstleistungsangebot starten.

Detter: "Bei entsprechendem Bedarf wird die Angebotspalette weiterentwickelt. Vor allem sollen die Wirtschaftsräume der östlichen Nachbarländer, die ja bereits heuer der EU beitreten, eingebunden werden." Detter verweist dabei vor allem auf das Gesamtkonzept der FHS Wiener Neustadt und die darin vorgesehenen Kooperationen mit den Universitäten und Forschungseinrichtungen von Bratislava (Slowakei) sowie Györ und Sopron (Ungarn).

Das Angebot der FHS Wiener Neustadt in der neuen Marchfeld-Akademie umfasst nicht nur den Bereich der Aus- und Weiterbildung, der mit dem Angebot des WIFI Niederösterreich abgestimmt wird. Ein besonderes Schwergewicht wird auf Forschung und Technologietransfer sowie auf der Beratung von Firmengründern und Betriebsansiedlungen im High-Tech-Bereich liegen.

Das Gesamtprojekt GIP, für das insgesamt rund 140 Hektar Fläche zur Verfügung stehen, hat mit dem Einstieg der FHS Wiener Neustadt somit in seinem Kernbereich Technologie, Technologietransfer, Forschung und Ausbildung einen entscheidenden Durchbruch erzielt.

Damit ist auch der Grundstein für einen wirtschaftlichen Aufschwung des gesamten Marchfelds gelegt. Denn laut einer Studie des Universitätsprofessors und Vorstand des Instituts für Volkswirtschaftslehre an der Johannes Kepler Universität Linz, Dr. Friedrich Schneider, hätte eine Realisierung des gesamten Projektes GIP gewaltige volkswirtschaftliche Effekte.

Durch das Gesamtprojekt GIP würde laut Schneider ein zusätzliches Bruttoinlandsprodukt von 667,46 Millionen Euro im Jahr erzielt. Das Volkseinkommen der Österreicherinnen und Österreicher würde um 467,22 Millionen Euro im Jahr steigen. Zusätzlich zu den rund 2.000 Arbeitsplätzen, die unmittelbar im Gewerbe- und Technologiepark und in der Marchfeld-Akademie entstehen, würden im Umfeld, in der Großregion Marchfeld, insgesamt 9.183 Menschen zusätzlich Beschäftigung finden. Dies ist angesichts der schlechten Arbeitsmarktdaten im Marchfeld und Weinviertel von besonderer Bedeutung. Alle Effekte zusammengenommen, schafft GIP, so Schneider in seinem Gutachten, 13.800 neue Dauerarbeitsplätze.

Schneiders Schlussfolgerung deckt sich mit einer Studie des Österreichischen Institutes für Raumforschung (ÖIR), wonach die Region Marchfeld ohne Gegenmaßnahmen gegenüber den Grenzräumen in Tschechien, der Slowakei und Ungarn wirtschaftlich nicht mehr bestehen kann.

Laut dieser ÖIR-Studie, die im Jahr 2003 im Auftrag des Landes Niederösterreich erstellt wurde, werden ohne Gegenmaßnahmen in den Bezirken Gänserndorf und Mistelbach innerhalb der kommenden zehn Jahre 30.000 Arbeitsplätze fehlen.

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