Scharfe Kritik der SPÖ-Kärnten am ORF

Würschl: Tendenziöse Berichterstattung des ORF wurde mit den heutigen Berichten zur Pensions-Rückerstattungsaktion neuerlich untermauert

Klagenfurt (SP-KTN) - Heftige Kritik an der ORF-Berichterstattung übte Samstag der Landesgeschäftsführer der SPÖ-Kärnten, Herbert Würschl. Stein des Anstoßes ist die Berichterstattung zur Pensions-Rückerstattungsaktion in Kärnten. "Die Berichterstattung zu dieser Aktion ist sehr tendenziös und artet in eine bundesweite PR-Berichterstattung für Dr. Jörg Haider aus. Das ist gegenüber den Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahlern unerträglich und vor allem im Zuge des Wahlkampfes in Kärnten höchst unfair und inakzeptabel", so Würschl.

Wenn die Berichterstattungspolitik des ORF so aussieht, dass erstens prinzipiell Jörg Haider insbesondere im ORF-Kärnten bevorzugt wird und es zweitens tendenziöse Berichte gibt, dann werden wir dies sicher so nicht mehr hinnehmen und auch die Bevölkerung entsprechend informieren", machte der SP-Landesgeschäftsführer unmissverständlich klar und kündigte Protestbriefe der SPÖ sowohl an den Stiftungsrat als auch an ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner an.

Als Beispiel für die tendenziöse Berichterstattung des ORF nannte Würschl die Bewerbung, die Ankündigung, die Moderationen und die Auswahl der Interviewpartner zur Pensions-Rückerstattungsaktion am 7. Feber 2004. "Wir haben uns vor Ort überzeugt, dass es sehr unterschiedliche Meinungen zur Aktion gab, aber wenn man als Journalist nur jene Pensionisten interviewt oder nur die Interviews jener Pensionisten ausstrahlt, die großteils von der FPÖ mobilisiert wurden und ausnahmslos nur Leute in der Regierung neben ‚Aufpassern' interviewt, dann kann man selbstverständlich ein subjektives Bild erzeugen", machte Würschl kein Hehl aus der massiven Kritik der SPÖ und ergänzte: "Wenn die Pensions-Rückerstattungsaktion in Kärnten im Hitradio Ö3 sogar als eine Aktion der FPÖ bezeichnet wird, dann ist es aber offensichtlich, dass die Berichterstattung nicht nur im Landesstudio teilweise unerträglich tendenziös ist, sondern auch bundesweit. So wurde etwa in der ZIB1 nur der Rentenklau gezeigt und Dr. Peter Ambrozy bewusst weggeschnitten".

Als weiteres Beispiel nannte Würschl die Berichterstattung der Sendung 'Kärnten Heute'. "Wenn Landeshauptmann Haider als Referent zu einer Veranstaltung lädt, wird er selbstverständlich ausführlich interviewt, lädt etwa Soziallandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut zu einer Veranstaltung wie der ‚Danke 2004! Die Sozialgala des Landessozialreferats', dann muss sie schon froh sein, wenn sie beim ORF ohne Interview nur im Bild vorkommt", nannte Würschl konkrete Beispiele für die tendenziöse Berichterstattung im ORF. "Ich möchte aber ausdrücklich betonen, dass wir von der SPÖ wissen, dass es hier klare Vorgaben aus der Führungsebene gibt und die fleißigen ORF-Redakteure unter Druck gesetzt werden und in den meisten Fällen nichts für die tendenziöse Berichterstattung können", sagte der SP-Landesgeschäftsführer.

Als Groteske nannte Würschl auch den Versuch des Österreichischen Rundfunks, die Werbemöglichkeiten der SPÖ selbst auf ORF-Online massiv zu beschneiden. Der Versuch über das Landesstudio Onlinewerbung auf der Homepage des Landesstudios zu kaufen war als SPÖ im ersten Anlauf überhaupt erfolglos. "Während es in Öberösterreich und Tirol problemlos möglich war als Partei einen Internet-Fullbanner zu schalten, ist dies im Kärntner Wahlkampf nicht möglich, nur weil wir Sozialdemokraten als erste - bereits im Oktober - eingebucht haben. Jetzt wurden die Richtlinien bewusst so geändert, dass die SPÖ nur noch auf andere Online-Werbemöglichkeiten zugreifen kann und das obwohl wir einen Vertrag haben", protestierte

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