Matznetter: Wurden sämtliche Reisekosten Grassers vom Finanzministerium bezahlt?

Wien (SK) "Wie Matthias Winkler im Namen des Finanzministers mit seiner heutigen Aussendung bestätigt hat, dürfte die Berichterstattung von 'News' über das Bootssegel mit dem Namen Grasser richtig sein", stellte SPÖ-Budgetsprecher Christoph Matznetter Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. Hinsichtlich der Hawai-Reise bringe diese Aussendung eine interessante Festlegung des Büro Grasser. Offensichtlich wurden sämtliche Reisekosten im Oktober 2001 aus Steuergeldern von der Amtskasse des Finanzministers bezahlt, so Matznetter. ****

"Wenn die Aussage Winklers in seiner Aussendung stimmt, dann hieße das, dass nicht nur die privaten Urlaubskosten von Karl-Heinz Grasser in der Zeit von 28.4. bis 8.5.2001 auf der Insel Maui in Hawai, sondern auch die Kosten der damals mitreisenden Grasser-Lebensgefährtin, von Winkler selbst sowie dessen Ehefrau aus Steuergeldern bezahlt wurden.
"Ich kann das gar nicht glauben", führte Matznetter aus und fordere daher erneut den Herrn Finanzminister auf, die gesamten Kosten jedes einzelnen Mitreisenden sowie die Nachweise, dass auch die Reisekosten von diesen Personen tatsächlich privat bezahlt wurden, unverzüglich offen zu legen.

"Leider bleiben alle anderen Fragen, die sich aus der News-Berichterstattung ergeben, unbeantwortet. Hinsichtlich der Vorträge leistet sich aber Winkler als Kabinettschef des Finanzministers ungeheuerliches: Wenn die Berichterstattung der Zeitschrift 'News' stimmt, dass eine Vielzahl an Firmen, die anfallende Zahlungen durch Vorträge von Finanzminister Grasser als Betriebsausgaben und somit als Vortragshonorare abgesetzt haben, so bedeutet das, dass Winkler diesen Firmen mit seiner Aussage, es handle sich ausschließlich um Spenden, denen keine Vortragsleistung gegenübersteht, versuchte Steuerhinterziehung unterstellt", wies der SPÖ-Budgetsprecher hin.

Eine solche Abqualifizierung renommierter österreichischer Unternehmen durch einen hohen Bediensteten des Finanzministeriums sei ungeheuerlich und erfordert, dass sein Dienstgeber Grasser unverzüglich disziplinäre Maßnahmen gegen seinen Mitarbeiter einleitet, schloss Matznetter. (Schluss) ns

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