AK zu Leitl, Bartenstein: Lehrstellenkrise lösen, nicht schönreden!

"Ausbildungmöglichkeit für alle Jugendlichen" reiner Zynismus

Wien (AK) - Für die Arbeiterkammer ist es reiner Zynismus, angesichts der größten Lehrstellenlücke seit den 1960-ern zu sagen, alle ausbildungswilligen Jugendlichen hätten eine Lernmöglichkeit. Sie kritisiert Wirtschaftskammerpräsident Leitls Aussagen im ORF:
Fast 12.300 Jugendliche haben keinen Ausbildungsplatz im Betrieb. Da ist dringend ein Auffangnetz nötig, das fix eingerichtet wird, und ein Lastenausgleich zwischen nicht ausbildenden und ausbildenden Unternehmen. Die Arbeiterkammer kritisiert Leitls Idee, Wiener Lehrstellen Suchende nach Salzburg zu verschicken: Eine freie Gastgewerbe-Lehrstelle in Salzburg hilft nicht, wenn ein Jugendlicher in Wien EDV-Techniker lernen will. Von Wirtschaftsminister Bartenstein verlangt die Arbeiterkammer, das Auffangnetz zur Jugendausbildung sofort von 5.500 auf 7.000 Plätze aufzustocken -nicht erst im April oder Mai um 800 auf 6.300 Plätze. Überdies muss das Auffangnetz heuer verlängert und auf eine fixe gesetzliche Grundlage gestellt werden, solange die Wirtschaft zu wenig Plätze bietet. Einen fixen Auffangnetz-Platz brauchen gerade jene Jugendlichen, die nur für die Probezeit als Hilfskräfte aufgenommen wurden. Der Minister und der Wirtschaftskammerpräsident müssen die Lehrstellenkrise lösen, nicht schönreden, so die Arbeiterkammer. Sie will keine Ausreden mehr auf die Konjunktur, sondern endlich Taten für das Recht aller Jugendlichen auf Ausbildung.

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