ARBÖ: Wer niest lenkt Fahrzeug im Blindflug

An Grippe Erkrankte gehören ins Bett, nicht hinter das Steuer

Wien (OTS) - Anlässlich der grassierenden Grippewelle sollten grippale Infekte unter keinen Umständen auf die leichte Schulter genommen werden. Wer an Fieber, Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen leidet, gehört ins Bett und sollte kein Fahrzeug lenken, warnen die ARBÖ-Verkehrsmediziner. Medikamente schränken die Reaktionsfähigkeit zusätzlich ein. Schon allein das Niesen kann während des Fahrens sehr gefährlich werden, da dabei reflexartig die Augen geschlossen werden und eine kurze Strecke mit geschlossenen Augen gefahren wird.

"Ein grippaler Infekt belastet den Kreislauf und die körperliche Leistungsfähigkeit", so der ARBÖ-Verkehrsmediziner Prof. Prim. Dr. Josef Nagler. Wer daran erkrankt, sollte in jedem Fall ein paar Tage im Bett bleiben. Der denkbar schlechteste Weg ist, in diesem Zustand ein Fahrzeug zu lenken. Zusätzlich beeinflussen noch Medikamente, denn schätzungsweise ein Viertel aller Arzneimittel enthalten Stoffe, die die Fahrtauglichkeit einschränken können und damit die Verkehrssicherheit des Fahrers herabsetzen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Autofahrer gar keine Medikamente einnehmen dürfen. Im Gegenteil - in vielen Fällen verhindern Medikamente krankheitsbedingte Ausfallserscheinungen und tragen so zur Verbesserung der Fahrleistung kranker Autofahrer bei.

Vorsicht ist auch bei der Selbstdiagnose gegeben: "Konsultieren Sie Ihren Arzt oder lesen Sie zumindest den Beipackzettel des Medikamententes, um festzustellen, ob das Präparat eine reaktionshemmende Wirkung hat", so der ARBÖ-Verkehrsmediziner.

Im Gegensatz zum grippalen Infekt ist die echte Grippe oder Influenza eine hochfieberhafte Viruserkrankung der Atemwege, die mit zahlreichen Komplikationen wie Lungenentzündung, Kreislaufbeschwerden oder Herzmuskelentzündung einhergehen kann. Prof. Nagler: "Wer daran erkrankt gehört unbedingt in ärztliche Behandlung und vor allem ins Bett."

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