Fairness-Gebot Pühringers stößt bei OÖGKK auf offene Ohren: Mehr Verantwortung

Wien (OTS) - Mehr Fairness in der Spitalsfinanzierung zwischen
Land, Bund und Sozialversicherung hat Oberösterreichs Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer gefordert. "Damit läuft er bei uns offene Türen ein", meint dazu der designierte Direktor der OÖ Gebietskrankenkasse, Dr.Dr. Hans Popper. Die OÖGKK sei selbstverständlich bereit, mehr Verantwortung für die Krankenanstalten zu übernehmen und ihre anerkannte Kompetenz in der Steuerung des Gesundheitswesens auch im Spitalsbereich einzubringen. Das entspreche auch den Empfehlungen des Rechnungshofes. Dem Landeshauptmann war es freilich eher darum gegangen, von den Krankenkassen mehr Geld zu bekommen.

Die OÖ Gebietskrankenkasse wird laut Voranschlag 2004 insgesamt 494 Millionen Euro für die Finanzierung der Krankenanstalten zu leisten haben. Dieser gesetzlich vorgegebene Betrag verbraucht rund 40 Prozent der gesamten Beitragseinnahmen der OÖGKK. Zwar wurde der Beitrag der Sozialversicherung zu den Krankenanstalten "gedeckelt", allerdings wächst der Finanzierungsbetrag jährlich im gleichen Ausmaß wie die Beitragseinnahmen der Kassen.

Aus diesem Beitrag der OÖGKK und der kleineren

Krankenversicherungsträger werden rund 50 Prozent der Einnahmen des Landesfonds für die Spitalsfinanzierung bestritten. "Obwohl wir also erhebliche Finanzierungsverantwortung für die oberösterreichischen Spitäler tragen, wird gerade in Oberösterreich die Krankenversicherung von der Mitentscheidung im Spitalsbereich fast vollständig ausgeschlossen", bringt Hans Popper die Fairness-Problematik auf den Punkt. Ein Kritikpunkt, der übrigens auch vom Rechnungshof immer wieder betont wurde.

Die OÖGKK hat im sogenannten "niedergelassenen Bereich", also bei den Haus- und Fachärzten und den vielen anderen medizinischen Dienstleistungsgruppen bewiesen, dass sie hervorragende Kompetenz in der Steuerung der Qualität und der Ausgaben besitzt. Hier trägt die OÖGKK 100 Prozent der Finanzierungsverantwortung. Allerdings ist es hier bedeutend schwerer gestaltend einzugreifen, da man auf die Zusammenarbeit mit vielen Vertragspartnern - wie zum Beispiel der Ärztekammer - angewiesen ist. Hans Popper: "Selbst unter diesen viel schwierigeren Bedingungen ist es uns durch innovative Maßnahmen und in enger Zusammenarbeit mit der Wissenschaft gelungen, in Oberösterreich eine hervorragende und qualitätsgesicherte Gesundheitsversorgung aufzubauen. Und das beim besten Finanzergebnis aller Krankenkassen."

Diese Kompetenz der OÖGKK könnte auch dem oberösterreichischen Spitalsbereich zu Gute kommen. Über fundierte, bedarfsorientierte Planung und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Spitälern und dem niedergelassenen Bereich wären darüber hinaus ineffiziente Kostenverlagerungen zu vermeiden. "Es liegt am Land Oberösterreich, die Schieflage zwischen Finanzierung und Verantwortung in Ordnung zu bringen. Wir sind jedenfalls dazu bereit, unsere Kompetenz einzubringen", betont Hans Popper.

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