Keck: ÖIAG bestätigt ihre Rolle als "Geld-zum-Fenster-Rausschmeißerin"

Jedes Voest-Verkaufsgespräch kostete mehr als ein Kleinwagen

Wien (SK) Mit Entsetzen über die Abgehobenheit und Realitätsferne der ÖIAG meldet sich der Linzer SPÖ-Abgeordnete Dietmar Keck zu Wort. Anlass für seine Stellungnahme ist eine Pressemitteilung der ÖIAG, in der versucht wird, darzustellen, dass die "Privatisierungs-Rechnung" einer Wiener Rechtsanwaltskanzlei, die im jüngsten "Profil" für Aufregung sorgte, tatsächlich existiere, dass sie jedoch nicht alleine für Leistungen im Zusammenhang mit "Minerva", sondern für insgesamt 37 Gespräche mit Kaufinteressenten und für die Privatisierungsvorbereitung bzw. "Informationsbeschaffung" gestellt worden sei. ****

Keck, der die Darstellung der ÖIAG in Kenntnis der Rechnungs-Leistungsbeschreibung in Abrede stellt, kritisiert diese enormen Kosten, und stellt unter Zuhilfenahme einer einfachen Division klar, dass jedes einzelne Gespräch entsprechend der ÖIAG-Sicht dennoch im Schnitt 8.000 Euro - den Preis eines günstigen Kleinwagens - gekostet hätte.

"Es ist ein Skandal, wie hier das Geld aus dem Fenster geworfen wurde", stellte Keck klar. Keck forderte die ÖIAG auf, alle Rechnungen, die im Zuge der Voest-Privatisierung angefallen sind, offen zu legen, da nunmehr auch im Raum stehe, dass es sich bei dieser Honorarnote um keinen Einzelfall handelte, sondern dass noch weitere - bisher unveröffentlichte - Kosten angefallen sind.

Keck stellte richtig, dass die ÖIAG als immer noch staatliches Unternehmen im Besitz aller Österreicherinnen und Österreicher sei, und diese ein Recht darauf hätten, Klarheit über die Gebarung ihres Eigentums zu erhalten. Da der Voest-Verkauf bereits abgewickelt wurde, handle es sich bei den Rechnungen um keine Informationen, die Einfluss auf irgendeine laufende Entwicklung hätten. Eine Offenlegung sollte daher jederzeit möglich sein, so Keck abschließend. (Schluss) ns/mm

Rückfragehinweis: Markus Benedik, Büro NR Dietmar Keck markus.benedik@spoe.at, 0732/6585-9061 od. 0650/377 1 388

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0009