Landesrätin Dr. Stöger: Pensionsverluste sind erst der Beginn der enormen Belastungswellle durch höhere Krankheitsbeiträge

Schwarz-Blau kassiert bei der Bevölkerung zusätzliche Milliarde ab

"Die heurigen Netto-Pensionsverluste sind nur der Beginn einer enormen Belastungslawine durch höhere Krankheitsbeiträge. Dabei bleibt die schwarz-blaue Bundesregierung strikt bei ihrem Kurs der sozialen Kälte und kassiert vor allem wieder bei den einkommensschwächeren Bevölkerungsgruppen überproportional stark ab", kritisiert Gesundheits- und Frauen-Landesrätin Dr. Silvia Stöger. "Die großmundig angekündigte Entlastung für alle durch die Steuerreform wird fast zur Gänze allein schon von den neuen Belastungen durch die höheren Krankheitskosten aufgefressen."

Nach Expertenberechnungen (Quellen: Sozialversicherungsträger, Finanzministerium, Institut für Höhere Studien) ergeben sich bei den jährlichen Krankheitskosten folgende Zusatzbelastungen der Bevölkerung in der Gesamthöhe von 988 Millionen Euro!

  • Vereinheitlichung des Krankenversicherungsbeitrags Arbeiter/Angestellte: 47 Mio Euro
  • Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrags für Pensionisten auf 4,75 %: 264 Mio Euro
  • Einführung der verpflichtenden Freizeitunfallversicherung: 105 Mio. Euro
  • Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage: 5 Mio Euro
  • Erhöhung der Rezeptgebühr: 7 Mio Euro
  • Geplante Selbstbehalte beim Arzt-/Ambulanzbesuch: 560 Mio Euro

"Besonders hart betroffen vom sozial völlig unausgewogenen ÖVP-FPÖ-Belastungskurs sind vor allem die meisten Arbeitnehmerinnen und Pensionistinnen. Einerseits wird bei ihnen durch die höheren Krankheitskosten voll abkassiert, andererseits bringt ihnen die Steuerreform wenig bis gar nichts, denn es gibt nur Steuerersparnisse bei Brutto-Einkommen über 14.500 _ jährlich. Das durchschnittliche Brutto-Einkommen der Arbeitnehmerinnen bzw. die durchschnittlichen Frauenpensionen in Oberösterreich liegen aber sogar unter dieser Grenze", protestiert Stöger gegen diese neuerliche Ungerechtigkeit für Frauen.

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