Kräuter: Wieso hat Grasser Angst vorm Rechnungshof?

Finanzminister sollte auf Faschingsprinz umsatteln

Wien (SK) "Ich bin überrascht, dass Finanzminister Grasser
die ihm von RH-Präsident Fiedler eröffnete Chance, seine Steuercausa durch den Rechnungshof objektiv und transparent überprüfen zu lassen, nicht wahrnimmt," erklärte SPÖ-RH-Sprecher Günter Kräuter Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Wenn Grasser bisherige Aussagen und die seiner Weißwäscher aus der ÖVP Schüssel, Finz und Co. wonach alles in Ordnung sei, den Tatsachen entsprechen, hätte er diese Chance eigentlich mit Freude wahrnehmen müssen, meinte Kräuter. Offensichtlich hat Grasser aber Angst, dass im Zuge einer derartigen Überprüfung durch den Rechnungshof weitere Ungereimtheiten bekannt werden. Insofern fügt sich diese neuerliche Weigerung Grassers alle Fakten um den Komplex des Vereins New Economy und homepage offenzulegen daher nahtlos in seine bisherige Taktik immer nur das zuzugeben, was nicht mehr geleugnet werden kann und ansonsten zu verschleiern und zu verbergen, was immer möglich ist. ****

Kräuter wies auf folgende offene Fragen hin, deren Beantwortung im Zuge einer RH-Überprüfung Grasser offenbar fürchtet:

o Ist die homepage privat oder ist sie dienstlich und was

bedeutet das für eine etwaige Steuerpflicht des Vereins oder Grassers?
o Wie hoch waren die Ausgaben des Vereins für Grassers Homepage - stimmen die in "News" angeführten 208.000 Euro - und in welcher Höhe hätte Grasser dafür Schenkungssteuer bezahlen müssen?
o Wenn die Kosten niedriger waren - was ist dann mit den 283.000 Euro (soweit bisher bekannt) geschehen, die der Verein von der Industriellenvereinigung erhielt?
o Inwieweit handelt es sich beim Verein für New Economy in Wahrheit um einen sogenannten "Reptilienfonds" dessen eigentlicher Zweck es ist, Geld für den persönlichen Gebrauch des Finanzministers zur Verfügung zu stellen?

o Wie oft hat Grasser für Auftritte Honorare bezogen? Und was ist damit geschehen?

"Vielleicht sollte Grasser sich die gestern veröffentlichte Umfrage, wonach er für eine Mehrheit der Österreicher der ideale Faschingsprinz ist, zu Herzen nehmen und freiwillig auf dieses neue Berufsbild umsatteln. Erstens wäre er dafür sicherlich besser geeignet als für seine jetzige Funktion und zweitens und vor allem hätte er dann endlich keine Probleme mehr mit Honorarannahmen", schloss Kräuter. (Schluss) up/mm

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