"Fall Wurst": Ambrozy genehmigt Auszahlung der Entschädigung für die Opfer

Ambrozy fordert Finanzreferenten auf, die 261.000 Euro LAndesanteil so rasch wie möglich zur Auszahlung zu bringen

Klagenfurt (SP-KTN) - Für die Missbrauchsopfer des Kinderarztes Franz Wurst ist die von Gesundheitsreferent Peter Ambrozy angekündigte und durchgesetzte Entschädigung nun genehmigt worden.

Die Krankenanstalten Betriebs GmbH (KABEG) und der Klagenfurter Anwalt hatten sich auf einen Vergleich geeinigt. "Das Land Kärnten hat diesem Vergleich zustimmt nun wurde die rasche und unbürokratische Auszahlung des Landesanteiles der Entschädigung genehmigt", teilte Spitalsreferent LHStv. Peter Ambrozy (S) am Donnerstag am Rande der Sitzung des Kärntner Landtages in Klagenfurt mit und forderte Finanzreferent Pfeifenberger auf, für eine rasche Überweisung zu sorgen.

Auch jene Opfer kommen in den Genuss einer Entschädigung, die damals nicht Patienten des LKH Klagenfurt gewesen waren. "In Summe werden vom Land Kärnten inklusive Anwaltskosten 261.000 Euro ausbezahlt", sagte Ambrozy. Insgesamt seien es 38 Fälle, davon 22 LKH-Patienten, elf Personen, bei denen der Missbrauch in der Privatordination des Arztes und/oder in einem Heim stattgefunden hatte sowie fünf Personen, die von Wurst im LKH, in einem Heim und in der Privatordination missbraucht worden waren.

Der bekannte Kinderarzt Franz Wurst (83) ist am 11. November 2003 wegen Bestimmung zum Mord an seiner Gattin Hilde sowie des Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen rechtskräftig zu 17 Jahren Haft verurteilt worden. Er sitzt derzeit seine Strafe in der Justizanstalt Stein ab.

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