LHStv. Pfeifenberger: Erfolgreicher Start für das Kärntner Export-Netzwerk

Erweiterung der Märkte bringt Kärnten überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum

Klagenfurt (LPD) - Eine erfreuliche Zwischenbilanz zog heute, Montag, LHStv. Karl Pfeifenberger für die im Oktober 2003 gestartete Exportinitiative des Landes Kärnten: Das Exportnetzwerk - bestehend aus vier "Kärnten Büros" in Düsseldorf, Verona, Laibach und Zagreb -arbeitet auf Hochtouren, um Kärntner Unternehmen auf ihren wichtigsten Auslandsmärkten zu unterstützen.

Als "Außenposten" unterstützen die Exportbüros Klein- und Mittelbetriebe aus Kärnten mit Informationen über die jeweiligen Märkte und speziellen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern, bei der Suche von Partnern, Lieferanten und Kunden und beim Aufbau von grenzüberschreitenden Netzwerken, erklärte Pfeifenberger vor Journalisten. Die mit erfahrenen Exportmanagern der Entwicklungsagentur Kärnten besetzten Büros haben laut dem Wirtschaftsreferenten in ihren Regionen bis Ende Jänner schon über 175 Kontakte mit Kärntner Unternehmen vermittelt. Erfolgreiche Gespräche bzw. Vertragsabschlüsse gebe es in den Bereichen Technologie, Umwelt und erneuerbare Energien, Kunststoffe und Dienstleistungen.

Auch die überregionale Zusammenarbeit von Netzwerken werde durch die Kärnten Büros unterstützt. Einem Unternehmen, welches das Exportnetzwerk in Anspruch nimmt, stünden Kontakte und Kooperationen zu allen Netzwerken und Standorten der Kärntner Entwicklungsagentur offen, so Sabrina Schütz und Peter Schark, Geschäftsführer der Entwicklungsagentur Kärnten.

Als Beratungs-Schwerpunkt habe sich bisher - neben Marktrecherchen und Vertriebsfragen - vor allem das Interesse an langfristigen technologischen Kooperationen herauskristallisiert. Die Exportbüros würden ihrerseits eng mit lokalen Institutionen, Behörden und anderen wichtigen Servicestellen zusammenarbeiten, um den Kunden "beste Karten" für den Exporterfolg zu sichern, meinte Pfeifenberger.

Für die ersten 100 Tage des Kärntner Export-Netzwerkes gebe es auch schon konkrete Erfolge. So produziere die Firma Europlast Kunststoffbehälterindustrie GmbH (Dellach/Drau) Kunststoffbehälter für die Abfallwirtschaft, die Landwirtschaft und die Industrie. Für den bereits bestehenden Vertrieb in Deutschland wurden neue Vertriebspartner gesucht. Das Kärnten Büro in Düsseldorf vermittelte Kontakte zur Außenhandelsstelle in München, recherchierte mögliche Kooperationspartner und Logistiklösungen und unterstützte Europlast bei der Entwicklung einer Absatzförderungs-Strategie für Deutschland. Darüber hinaus konnten dem Unternehmen auch wertvolle Kontakte nach Osteuropa und China geboten werden. Helmuth Kubin als Geschäftsführer der Firma Europlast hob die "hervorragende, persönliche, schnelle Service des Exportbüros" hervor, welche dem Unternehmen enorm bei der erfolgreichen Markterschließung helfe und zur Seite stehe.

Weitere Erfolgsbeispiele für das Exportnetzwerk sind die Biodiesel Kärnten GmbH, welche bei der Markterweiterung mit dem Exportbüro in Zagreb kooperiere und die das Produktionsvolumen von derzeit 25.000 Jahrestonnen Biodiesel auf 50.000 Jahrestonnen ausdehnen werde. Ein weiteres Beispiel ist die Lasercon Meßsysteme GmbH als ein international tätiges Unternehmen, das sich mit der Entwicklung und Produktion von ein-, zwei- und dreidimensionale Lasermess- und Laserprojektionssysteme beschäftigt. Unterstützt vom Exportbüro in Laibach wird in Slowenien in der Betonfertigteile-Industrie ein Referenzprojekt "Laserprojektionssystem mit digitaler Bildverarbeitung" realisiert.

Der Wirtschaftsreferent betonte weiters, dass Wirtschaftswachstum in einer Regionalwirtschaft wie Kärnten hauptsächlich durch die Expansion und Auswertung von Märkten zustande komme. Dass Kärnten hier unter anderem mit dem Exportnetzwerk auf gutem Weg sei, belegten aktuelle Daten des Instituts für höhere Studien (IHS), welches Kärnten ein höheres Wirtschaftswachstum als für Österreich oder auch die Europäische Union belege. 2002 konnte in Kärnten ein Wirtschaftswachstum von zwei Prozent erzielt werden (Österreich:
1,4%, EU 1,0 %). Für 2003 wurde in Kärnten ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent errechnet (Österreich: 0,9%, EU 0,75%). Für das laufende Jahr 2004 hat das IHS ein Wirtschaftswachstum für Kärnten von 2,2 Prozent prognostiziert (Österreich: 2,1%, EU: 2,0%). Diese erfreulichen Belege zeugten von der Sinnhaftigkeit der Kärntner Exportoffensive, meinte Pfeifenberger.
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