"Neues Volksblatt" Kommentar: "Versprochen" (Von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 2. Februar 2004

Linz (OTS) - =

Eine spürbare Steuerentlastung hat Finanzminister
Karl-Heinz Grasser gestern übers Fernsehen den Pensionisten für 2005 versprochen. Sogar ein Taferl hatte er vorbereitet, man darf davon ausgehen, dass es seine Richtigkeit hat.
Ob das die vielen Pensionisten beruhigt, die trotz einer kleinen Pensionserhöhung seit Jänner weniger ausbezahlt bekommen, ist fraglich. Den Betroffenen ist es nämlich egal, warum sie weniger haben - es ist so und deshalb sind sie ziemlich sauer. Wie die Mama vom SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer, die auch weniger Pension bekommt; wobei Seniorenbund-Obmann Stefan Knafl die Rechnung nicht recht glauben will. Knafl ist überzeugt, dass es im Fall der Mama Gusenbauer noch ein weiteres Einkommen geben muss, das der Öffentlichkeit vorenthalten worden ist, weil der "Pensionsraub" sonst keiner wäre.
Auch das wird sich herausstellen, wie die Wahrheit im Steuerfall Grasser, über dem Finanzminister auch im Fernsehen nicht viel mehr sagen wollte als im Nationalrat - nämlich dass nichts dran ist. Hoffentlich kommt der Staatsanwalt bald zu einem Ergebnis, damit das Hin und Her ein Ende hat!

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
volksblatt@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001