Region Ybbs-Persenbeug bekommt ärztliche Bereitschaft

Schabl: Als Erste-Hilfe-Dienst, bis Notarztwagen kommt

St. Pölten (NLK) - "In der Region rund um die Gemeinden Ybbs und Persenbeug-Gottsdorf drängen die Kommunen und die Ärzte schon seit Jahren auf einen ärztlichen Erste-Hilfe-Dienst. Denn der Notarztwagen aus den Krankenhäusern Amstetten, Scheibbs oder Melk kommt oft zu spät zum Einsatzort, wertvolle Zeit geht damit verloren", sagte Landesrat Emil Schabl heute bei einer Pressekonferenz in der Stadtgemeinde Ybbs an der Donau. "Jetzt wurde mit diesem Modell eines ärztlichen Bereitschaftsdienstes in den Nachtstunden ein Weg vorgezeigt, wie man 15 bis 20 Minuten gewinnt, die bis jetzt verloren gingen."

Die Region mit den Gemeinden Ybbs an der Donau, Persenbeug-Gottsdorf, St. Martin-Karlsbach, Neumarkt an der Ybbs, Hofamt Priel, Nöchling und teilweise auch Bergland wird notfallmedizinisch von den Standorten Amstetten, Scheibbs und Melk versorgt. Dort steht jeweils ein Notarztwagen bereit, um rasch einzugreifen. Die Gemeinden mit rund 14.500 Einwohnern liegen aber ungefähr in der Mitte zwischen den Standorten der Krankhäuser und haben dazu noch einen starken Durchzugsverkehr zu verzeichnen. Die Anfahrtszeiten des Notarztwagens waren daher sehr unterschiedlich, von noch vertretbaren 16 Minuten bis zu 49 Minuten. Bei schlechter Witterung oder schmalen Straßen dauerte die Anfahrtszeit noch länger. Die zum Einsatzort gerufenen Rettungsorganisationen, die Rot-Kreuz-Bezirksstelle in Ybbs und die ASBÖ-Station in Persenbeug, treffen im Regelfall nun 15 bis 20 Minuten vor dem Notarztwagen ein.

Oberstes Ziel der Region ist die Installierung eines Notarztwagen oder eines Notarzteinsatzfahrzeuges. Die Übergangslösung ist ein ärztlicher Erste-Hilfe-Dienst. Dieser Dienst wird ab Montag, 2. Februar, von ansässigen Ärzten aus der Region geleistet. Dadurch kann die Zeit zwischen dem Eintreffen der Rettung mit ihren Sanitätskräften bis zum Eintreffen des Notarztes durch ärztliche Unterstützung überbrückt werden. Die Ärzte machen von Montag bis Freitag von 19 Uhr Abends bis 7 Uhr Früh Bereitschaftsdienst. Es sollen mit diesem Projekt nur die medizinischen Notfälle (Unfälle, Herzinfarkt, Schlaganfall oder ähnliches) abgedeckt werden. Die Kosten für dieses Pilotprojekt betragen pro Jahr 30.200 Euro und werden vom Land Niederösterreich getragen.

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