Wlodkowski zur Geflügelpest: "Keine Gefahr für Österreich"

EU verhängt Importverbot für Geflügel und Geflügelprodukte aus betroffenen Ländern

Wien (AIZ) - "Durch die Geflügelpest in einigen ostasiatischen Ländern ist derzeit in Europa und in Österreich keine akute Gefährdung zu befürchten. Österreichs Geflügelwirtschaft ist davon in keiner Weise betroffen und muss derzeit auch keine speziellen Schutzmaßnahmen durchführen. Alle im Handel befindlichen Geflügelprodukte können daher auch weiterhin bedenkenlos verzehrt werden, da sie von gesunden Tieren aus gesunden Beständen stammen. Gerade in Österreich haben wir strenge Maßnahmen zur Qualitätssicherung, die einen besonders hohen Sicherheitsstandard bei der Geflügel- und Eierproduktion gewährleisten", stellte heute Gerhard Wlodkowski, stellvertretender Vorsitzender der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs, in einer Aussendung fest.

Die Geflügelpest ist eine hoch ansteckende Geflügelseuche, die der Geflügelwirtschaft enorme wirtschaftliche Schäden zufügen kann und auch auf den Menschen übertragbar ist. Aus diesem Grund importiert die EU weder lebendes Geflügel noch Bruteier aus Thailand und hat sofort nach Bestätigung des Ausbruches der Geflügelpest in Thailand die Einfuhr von frischem Fleisch von Geflügel, Laufvögeln, Federwild, Zuchtfederwild, Geflügelfleischzubereitungen sowie Geflügelfleischerzeugnissen gestoppt. Darüber hinaus hat die EU-Kommission auch die Einfuhr von Rohmaterial für die Tierfutterherstellung und den Import von Eiern für den menschlichen Verzehr verboten und sich vorbehalten, weitere Schutzmaßnahmen zu ergreifen, falls sich dies in den nächsten Wochen als notwendig erweisen sollte, erläuterte Wlodkowski weiter.

Vogelseuchen zeigen Bedeutung der inländischen Geflügelwirtschaft auf

"Das Auftreten von Geflügelseuchen wie im Vorjahr in den Niederlanden und nun in Teilen Asiens führt uns deutlich die Bedeutung der inländischen Geflügelwirtschaft vor Augen. Aus diesem Grund müssen wir alles daransetzen, die inländische Produktion zu stärken und deren Existenz absichern, schließlich geht in Österreich der Selbstversorgungsgrad bei Eiern und Geflügelfleisch ständig zurück. Überzogene Auflagen und Forderungen an die heimischen Geflügelhalter im Rahmen des bundesweit einheitlichen Tierschutzgesetzes sind daher alles andere als zielführend", unterstrich Wlodkowski.

"Ein Großteil unserer bäuerlichen Betriebe würde im internationalen Wettbewerb unterliegen und Österreichs Konsumenten wären auch betroffen, da sie dann zunehmend von importierten Eiern und Geflügelfleisch aus allen Ländern der Welt abhängig wären und ein effektiver Schutz im Falle des Ausbruches von Seuchen dann unter Umständen nicht mehr so schnell zu sichern ist, wenn bereits Produkte und Tiere im Land sind", gab Wlodkowski zu bedenken.
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