Neue Fördermittel für die Universitäten

Wie sind aber die tatsächlichen Verhältnisse an der BOKU und an der VET.MED.? O Wien – “Die neueste Werbelinie “Und wo studierst du...?” hat uns dieses große Plus beschert.” so Barbara Ecker aus dem Vorsitzteam der HochschülerInnenschaft an der Universität für Bodenkultur. 32,0%+ (Stand vom 28.10.2003) verzeichnen wir in den Paradestudienrichtungen Lebensmittel- und Biotechnologie (294) sowie Landschaftsplanung und Landschaftspflege (209). Auf der Veterinärmedizinischen Universität verzeichnen wir sogar 73% mehr StudienanfängerInnen (STANDARD vom 29.01.2004).

“Eine Verschärfung des Platzproblems an den Universitäten fürchtet man im Bildungsministerium nicht.” (STANDARD vom 29.01.2004).

Auf der BOKU sieht die Welt schon ganz anders aus: Der größte Hörsaal faßt ca. 300 Leute. Möglichkeiten, seine/ihre Laborübungen erfolgreich zu absolvieren und Meßdaten für Forschungszwecke zu erheben, werden in Zukunft wohl wie eine Seifenblase zerplatzen. Apropos Platz: “Das Abschließen von Studien wie Lebensmittel- und Biotechnologie in Mindeststudienzeit ist in Zukunft unvorstellbar.” äußert sich Hubert Trixl aus dem Vorsitzendenteam der HochschülerInnenschaft der BOKU dazu.

“”Es liegt daher in der Autonomie der einzelnen Unis, sich etwas einfallen zu lassen” heißt es im Ministerium” (STANDARD, 29.01.2004).

“Gilt es hier etwa einen Kreativitätswettbewerb auszuschreiben?” fragen Barbara Ecker und Hubert Trixl aus dem Vorsitzteam der ÖH-BOKU bestürzt. Durch unzumutbare Wartezeiten auf Laborsplätze und durch Platzmangel sowohl in Seminarräumen als auch in Hörsälen werden Studierende bald sicher viel Zeit und Gefallen daran finden, kreativ an alternativer Beschäftigungstherapien teilnehmen zu können.

“Im übrigen ist es schwierig, sich etwas einfallen zu lassen, wenn die Budgetmittel pro Studienplatz von Jahr zu Jahr weniger werden!”meint das Vorsitzteam der HochschülerInnenschaft der Veterinärmedizinischen Universität. So stehen auf der VET.MED. einer Steigerung der Budgetmittel um 6,2% (STANDARD vom 29.01.2004) die Erhöhung der Erstsemestrigenzahl um 73% und somit die Steigerung der Gesamtstudierendenzahl um 11,3% (STANDARD vom 29.01.04) gegenüber. Es bedarf daher keiner großen Rechenkünste, um zu erkennen, dass dies keineswegs eine entsprechende Steigerung der Budgetmittel für Lehre und Forschung ist, wie immer von der Bundesregierung propagiert wird.

Die sogenannte “Weltklasse-Uni” nach Plänen des leider nur “virtuellen” Zukunfts- Ministeriums wird da sicher auf der Strecke bleiben. Damit aber auch die enttäuschten Hoffnungen vieler Studierender, die ihr Geld für ihre ungewisse Zukunft in das Budgetloch jahrelang ausgehungerter Universitäten hineingepulvert haben.

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an der HochschülerInnenschaft der BOKU

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Vorsitzende der Veterinärmedizinischen
Universität Wien

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