Wolfgang Kastner, Bundesvorsitzender der Kameradschaft der Exekutive Österreichs: "Erkenntnis des UVS geht an der polizeilichen Arbeit vorbei."

Wien (OTS) - "Die FCG-KdEÖ steht voll hinter den amtshandelnden Kollegen. Befremdend wirkt für mich, wie Fakten offensichtlich bei der Spruchbegründung wenig Berücksichtigung fanden und für die Verhandlung als irrelevant hingestellt wurden, erklärt der Bundesvorsitzende der KdEÖ Wolfgang KASTNER zu der UVS-Verhandlung Cheibani W.

Dass Cheibani W., wie in der Verhandlung objektiviert wurde, einen Anderen so bedrohte, dass sich dieser in seinen PKW einsperren musste, auf die Motorhaube sprang, den Türgriff der Fahrzeugtür ausriss, war für den Verhandlungsleiter irrelevant. Er legte den Schwerpunkt auf jenen Teil der Amtshandlung, bei der W. bereits am Boden fixiert war.

Um eine Art und Länge der Fixierung zu kritisieren, ist es sehr wohl notwendig, die gesamte Amtshandlung zu beleuchten und nicht eine Momentaufnahme zu zerlegen und hier festzustellen, dass die Fußfesseln um ein, zwei Minuten zu lang angelegt waren, dass nach seiner Sicht 4 Kollegen für die Fixierung eines tobenden Mannes ausreichen.

Wenn ein unabhängiger Zeuge davon spricht, dass es sich bei der Amtshandlung um eine freundliche Polizeiaktion gehandelt hat, wo die Polizisten auf den Mann beruhigend wie auf ein kleines Kind eingeredet haben, ihn ohne jegliche Gewaltanwendung zum Rettungsfahrzeug brachten und dieser aus diesem flüchtete, und schließlich von den Beamten am Boden fixiert werden musste, zeigt die Umsichtigkeit und die Behutsamkeit unserer Beamten. Doch dies alles war für den Verhandlungsleiter irrelevant. Es ist auch schade und stimmt nachdenklich, weshalb bei der vorhandenen Filmaufnahme "das Davor" nicht zu sehen war.

"Unsere Kollegen werden beim nächsten Einsatz wieder spontan aus der Situation heraus entscheiden müssen. Der UVS wird sich durch eine Einzelperson wieder monatelang Gedanken über wenige Sekunden machen. Die Verantwortlichen sollen sich Gedanken darüber machen, ob das der Weg in die richtige Zukunft ist", meint Kastner abschließend.

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