VP-Strobl: Wiener Integrationsprobleme müssen von SPÖ-Stadtregierung selbst gelöst werden

ÖVP-Wien erneuert Forderung nach kostenlosem letzten Kindergartenjahr zur Sprachintegration

Wien (VP-Klub) Als billigen politischen Gag bezeichnete ÖVP-Wien Bildungssprecher LAbg. Walter Strobl die Aussage von Bürgermeister. Häupl, die Schulpflicht auf 5jährige Kinder auszuweiten. Hintergrund dieses, in der heutigen Fragestunde im Wiener Gemeinderat geäußerten frommen Wunsches ist die Frage der Sprachintegration von nicht deutsch sprechenden Schülern und die damit verbundene Finanzierung. Kindergärten sind Gemeindesache und daher von Wien zu zahlen, für eine verlängerte Schulpflicht wäre allerdings der Bund zuständig.

Häupl wolle sich also bloß vor seiner politischen Verantwortung drücken, betonte Strobl. Die Sprachintegration von nicht deutsch sprechenden Kindern sei vor allem in Wien ein Problem. Eine verfehlte SPÖ-Wohnungspolitik - die SPÖ stellt sich weiter gegen die schrittweise Öffnung von Gemeindewohnungen für Ausländer - führe zu regionalen Integrationsproblemen und Sprachenklaven. Bis zu 43 Prozent Ausländeranteil in Volksschulen einzelner Bezirke, oft mehr als 50 Prozent außerordentliche Schüler in ersten Volksschulklassen zeigten die verfehlte Integrationspolitik der Wiener SPÖ.

Kostenloses Kindergartenjahr mit Sprachintegrationsschwerpunkt

Internationale Beispiele und eine Studie des Wiener Stadtschulrates belegen, dass der größte Bildungserfolg nur bei einem Spracherwerb vor dem Schuleintritt gegeben ist.
Die SPÖ-Wien aber weigert sich seit Jahren beharrlich den ÖVP-Vorschlag, das letzte Kindergartenjahr gratis anzubieten. Dieses Jahr solle vor allem der Sprachintegration dienen.

Die ÖVP Wien lehnt Zwangsmaßnahmen für alle österreichischen Kinder ab. Wir fordern eine Offensive für das letzte Kindergartenjahr auf freiwilliger Basis. Schüler, die dann bei Schuleintritt noch immer nicht die deutsche Sprache beherrschen, sollten allerdings vorerst nur in Vorschulgruppen zusammengefasst werden und eine verpflichtende Intensivsprachförderung erhalten. Erst wenn die Sprache so weit beherrscht wird, dass der Regelunterricht problemlos erfolgen kann, ist ein Wechsel in die erste Klasse der Volksschule sinnvoll.

Die SPÖ soll sich daher nicht vor ihrer Verantwortung, Wiener Probleme selbst zu lösen, drücken und rasch handeln, fordert der ÖVP-Wien Bildungssprecher.

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