Wiener Grüne fordern von Chef der Wiener Städtischen, Geyer, Distanzierung von sexistischen Äußerung

Vana: "Aussagen des Chefs der Wiener Städtischen sind frauenverachtend."

Wien (Grüne) - Empört zeigt sich die Frauensprecherin der Wiener Grünen, Monika Vana, über die frauenfeindlichen Aussagen des Chefs der Wiener Städtischen Versicherung, Günter Geyer, im heutigen STANDARD. Anlässlich der Umsetzung einer EU-Vorgabe zur Gleichstellung von Frauen und Männern bei Versicherungsprämien äußerte sich Herr Geyer mit den Worten: "Frauen haben so viele Vorteile: Sie sind schöner, attraktiver als die Männer und Leben auch noch länger - da darf´s auch noch mehr Prämie kosten."

Vana angewidert: "Herrn Geyer scheint entgangen zu sein, dass Frauen um ein Drittel weniger verdienen als Männer, 400.000 Frauen keinen eigenständigen Pensionsanspruch haben und einem wesentlich höheren Armutsrisiko ausgesetzt sind als Männer. Angesichts der Armut von Frauen insbesondere im Alter ist es zynisch und frauenverachtend, aus der statistisch höheren Lebenserwartung einen ökonomischen Vorteil für Frauen abzuleiten und den Lebensinhalt von Frauen noch dazu auf ihr Äußeres zu reduzieren."

Die Wiener Grünen Frauen fordern Herrn Geyer auf, seine Aussagen zurückzunehmen bzw. seine Haltung klarzustellen, sollte sie eventuell missverständlich transportiert worden sein. Weiters erwartet sich Vana eine Distanzierung des Verbandes der Versicherungsunternehmen Österreichs von den Aussagen Herrn Geyers, der Mitglied des Präsidiums und Vize-Präsident des Präsidialausschusses ist. "Solche Aussagen diskreditieren die gesamte Versicherungsbranche Österreichs", so Vana. "Es ist höchste Zeit, dass auch in die Führungsebene der Versicherungen endlich Frauen einziehen, damit solche unzumutbaren Äußerungen künftig nicht mehr auf der Tagesordnung stehen."

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