LKW-Mautsystem läuft plangemäß - Starkes Interesse im Ausland

260.000 GO-Boxen ausgegeben

Wien (OTS) - "Das System läuft trotz des erwarteten und auch eingetretenen Ansturms auf die Vertriebsstellen in den ersten beiden Jännerwochen und hoher Belastung aller Systemkomponenten plangemäß. Wir haben in den ersten 30 Tagen nach Start des Mautsystems rund 66.000 GO-Boxen über das Vertriebsstellennetz ausgegeben. Gemeinsam mit den bereits 2003 bestellten und ausgegebenen Fahrzeuggeräten sind damit bereits über 260.000 von 370.000 mautpflichtigen Fahrzeugen mit Boxen ausgerüstet. Das entspricht einer Durchdringung von über 70%. Anders gesagt: Mehr als zwei Drittel aller Fahrzeuge über 3,5 Tonnen höchstzulässiges Gesamtgewicht sind bereits mit GO-Boxen ausgestattet", erklärten heute die Geschäftsführer der EUROPPASS LKW Mautsystem GmbH, Peter Newole und Giuseppe Palma. Regional betrachtet wurden bisher an den Vertriebsstellen mit über 12.000 Stück die meisten GO-Boxen in Oberösterreich ausgegeben, dicht gefolgt von Tirol mit über 11.000 und Niederösterreich mit über 10.000 Stück. In deutschen Grenzgebieten wurden mit heutigem Stichtag über 9.000 Fahrzeuggeräte ausgegeben.

Schaltstelle Autostrade

"Das Interesse des Auslands am weltweit modernsten in Betrieb befindlichen Mautsystems ist sehr groß. Schalt- und Schnittstelle für den weltweiten Know-how-Transfer im Mautgeschäft ist der Autostrade-Konzern mit Sitz in Rom und 30 Jahren Erfahrung im Mautgeschäft. Zuletzt profitiert hat von diesem Wissen Österreich, das durch die Implementierung dieses Mautsystems jetzt eine Vorreiterrolle in Europa eingenommen hat. Der enorme Vorteil des in Österreich errichteten Systems liegt in seiner Nutzerfreundlichkeit mit keinerlei Einschränkung des Fahrkomforts und der extrem hohen Kosteneffizienz für den Auftraggeber - in der Regel ist das direkt oder indirekt der Staat.

Entscheidend sind bei einem Mautsystem vor allem vier Kriterien:

  • Kosteneffizienz (Verhältnis Mauteinnahmen : Systemkosten)
  • Enforcement-Rate (automatische Erfassung von Mautprellern)
  • Nutzerfreundlichkeit (kein Anhalten oder Tempoverringerung, freie Spurwahl, einfache GO-Box)
  • Realisierungszeit und -sicherheit

"In allen vier Kriterien ist das österreichische Mautsystem das derzeit modernste und effizienteste System, wodurch dem Staat erhebliche Mehreinnahmen im Vergleich zu Vignettensystemen gesichert werden", so Palma und Newole weiter.

Brüssel schwenkt um

"Das österreichische System ist im Betrieb deutlich kosteneffizienter als andere Systeme. Als Technologie für ein großflächig betriebenes Mautsystem ist GPS/GSM ungeeignet und vor allem nicht rentabel", so Palma.

"Diese Meinung setzt sich auch immer stärker in Brüssel durch:
Mittlerweile ist die Kommission von ihrer ursprünglichen GPS-Empfehlung abgekommen und sieht Mikrowellen-, Mobilfunk- sowie eventuell kommende GPS-basierende Systeme als gleichwertige Alternativen für alle EU-Mitgliedsstaaten an", halten Palma und Newole fest.

Neue Maßstäbe

Was das jahrelange Problemfeld "Interoperabilität" betrifft, setzt das österreichische System bereits jetzt neue Maßstäbe. Als erstes europäisches Mautsystem war das österreichische Modell bereits zu Betriebsstart mit einem anderen europäischen System (Schweiz) interoperabel. Das heißt, Schweizer Fahrzeughalter können mit ihrem TRIPON-Gerät in Österreich fahren. Die beiderseitige Interoperabiliät mit Italien soll noch in diesem Jahr folgen. Verhandlungen mit Spanien und Frankreich sind im Gange.

Fortlaufende Weiterentwicklung

"Obwohl das System technisch absolut "state of the art" ist, wird in Rom und Wien rund um die Uhr an weiteren Verbesserungen gearbeitet. Wir ruhen uns nicht auf unseren Lorbeeren aus. Nur durch eine jahrzehntelang konsequent auf Forschung und Entwicklung ausgerichtete Unternehmenspolitik war es Autostrade möglich das jetzt weltweit so begehrte Maut-Know-how zu entwickeln", so Newole und Palma abschließend.

Weitere Informationen im Internet: http://www.go-maut.at

Fotohinweis: ab 14 Uhr sind Fotos zum Pressegespräch auf http://www.fotodepot.at/maut verfügbar.

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Mag. Rudolf Kaschnitz
Unternehmenskommunikation
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