Heinisch-Hosek: Gehrer soll in Semesterferien ihre Leistung überdenken

Nicht Genügend im Zeugnis ist kein Werturteil

Wien (SK) Für rund 1,2 Millionen Schülerinnen und Schüler beginnen - gestaffelt auf drei Wochen - die einwöchigen Semesterferien. Den Anfang machen heute 420.000 Kinder und Jugendliche aus Wien und Niederösterreich. All jenen, die in ihrem Zeugnis mit einem Nicht Genügend beurteilt wurden, bzw. den Eltern, rät SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Gabriele Heinisch-Hosek, dies nicht überzubewerten. "Ein Nicht Genügend in einem Unterrichtsgegenstand darf nicht zu einem Nicht Genügend für das Kind werden. Es ist dies kein Werturteil und darf nicht zur Verunsicherung der Kinder und Jugendlichen führen", so Heinisch-Hosek Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin wies darauf hin, dass Kinder in unserem Schulsystem sehr oft unter erheblichem Leistungsdruck stehen. Noten seien nicht selten ein Druckmittel, das mehr Schaden als Nutzen anrichtet. Wie eine aktuelle Studie des Instituts für Kinderrechte ergibt, gehört die Angst vor Noten zu den größten Ängste der Kinder überhaupt.

"Die Motivation zu lernen, sollte nicht aus negativem Druck heraus entstehen, sondern aufgrund eines kindergerecht gestalteten Unterrichts und interessant aufbereiteter Themen", so Heinisch-Hosek, die als Alternativen zum herkömmlichen Zeugnis individuelle, verbale Leistungsbeurteilungen, das Vorlegen von Arbeitsmappen, Sachgespräche und verstärkten Projektunterricht sieht. "Bildungsministerin Gehrer und die ÖVP wehren sich aber immer noch gegen eine moderne Leistungsbeurteilung der Schülerinnen und Schüler. Bildungspolitik soll nach dem alten, verzopften Muster weitergestrickt werden, sehr zum Nachteil der Beteiligten", so die SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin, die Gehrer abschließend aufforderte, sich wie die Kinder nun eine kleine Auszeit zu nehmen, um über ihre bisherigen Leistungen für die Schülerinnen und Schüler nachzudenken. (Schluss) cs

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