SP-LAbg. Dr. Julia Röper-Kelmayr: Ausbau der Pflegevorsorge vorantreiben

Altersgruppe 90+ ist innerhalb der letzten 10 Jahre um 69,3% gestiegen

Zusätzliche finanzielle Mittel für die regionalen Träger sozialer Hilfe zur Verbesserung der Betreuung pflegebedürftiger Menschen im häuslichen Bereich fordert SP-Landtagsabgeordnete Dr. Julia Röper-Kelmayr. Die Radiologin aus dem Linzer AKH unterstreicht ihre Forderung mit klaren Zahlen: "92.833 Menschen sind in Oberösterreich älter als 75 Jahre r das sind 6,7 % der oö. Gesamtbevölkerung. Bei der Volkszählung 1991 lag der Anteil noch bei 5,8 %". Auch die steigende Lebenserwartung sei statistisch erkennbar: In den letzten 10 Jahren sei der Anteil der über 90jährigen um 69,3 % gestiegen. "Wenn nun über Pflegenotstand gesprochen wird, dann ist das nicht nur eine Debatte über die Ausbildung von Pflegepersonal, sondern vor allem auch über die Beschäftigung des benötigten Pflegepersonals", weist Dr. Röper-Kelmayr auf die triste Finanzlage der Sozialhilfeverbände hin.

"Seit Juli 2002 wurden zwar 324 Personen zu HeimhelferInnen ausgebildet, aber nur 50 _ 60 Personen stehen tatsächlich in den mobilen Diensten in Beschäftigung", erklärt die Abgeordnete. Die Ursache sei in der überhitzten finanziellen Situation der Sozialhilfeverbände zu suchen. "Deshalb muss das Land OÖ die regionalen Träger sozialer Hilfe finanziell derart unterstützen, dass die notwendige Anzahl an HeimhelferInnen angestellt werden kann". Denn die Qualität in der Pflege müsse jederzeit gewährleistet sein.

Zusätzlich fordert Dr. Röper-Kelmayr

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weil der Bedarf an
HeimhelferInnen weiter ansteigen werde c finanzielle Hilfen zur Finanzierung des Lebensunterhaltes für die Zeit der Ausbildung. "Betroffen sind im wesentlichen drei Gruppen: WiedereinsteigerInnen nach der Familienpause, berufstätige Personen, die sich beruflich neu orientieren wollen, und Arbeitssuchende, die von ihrem gelernten Beruf in den Pflegebereich wechseln möchten P für diese Menschen müssen wir Möglichkeiten zur Finanzierung des Lebensunterhalts während der Ausbildungszeit schaffen".

"Im gesellschaftlichen Sektor der Pflegevorsorge und Altenbetreuung K der durch die demographische Entwicklung an Brisanz weiter zunehmen wird % ist es unsere Aufgabe als Politiker noch stärker Verantwortung zu übernehmen", schließt Dr. Röper-Kelmayr. Einem diesen inhaltlichen Forderungen entsprechenden Initiativantrag der SPÖ wurde von ÖVP und Grünen die Dringlichkeit nicht zuerkannt.

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