Gemeinsam gegen Unfallgefahren im Wohnumfeld älterer Menschen

Aktion "Seniorensicherheit" Staatssekretärin Haubner und LH Haider für verstärkte Prävention und gezielte Unfallbekämpfung

Klagenfurt (LPD) - Ältere Menschen sind - zusammen mit der Gruppe der 18-bis24-Jährigen - die durch Unfälle am meisten gefährdete Bevölkerungsgruppe. In Österreich sterben an den Folgen von Haushaltsunfällen jedes Jahr mehr Menschen als bei Autounfällen.

Gemeinsame Zielsetzung müsse es daher sein, das Leben im Alter sicherer zu machen, die Unfälle älterer Menschen gerade im Haushalt zu vermeiden oder zumindest deutlich zu reduzieren, unterstrichen heute Staatssekretärin Ursula Haubner, Landeshauptmann und Seniorenreferent Jörg Haider sowie der Landes-Seniorenbeauftragte Peter Harring bei der "Fachtagung - Aktion Seniorensicherheit" in Klagenfurt, zu der zahlreiche Senioren und Seniorenvertreter aus Kärnten und der Steiermark gekommen waren. Die Unfallvermeidung für Ältere sei eine seniorenpolitische Priorität, weil eine neue Kultur der Vorsorge entwickelt werden müsse, so Haubner.

Der Landeshauptmann lobte die Initiative des Seniorenrates und des Bundesministeriums für Soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz zur Durchführung der Fachtagung, um die täglichen Gefahrenquellen und Unfallherde zu bekämpfen bzw. zu vermindern. Viel Leid könne durch entsprechende Vorsorge, Barrierefreiheit und Unfallvermeidung verhindert werden. Die Ergebnisse der Tagung sollten flächendeckend umgesetzt werden, was auch volkswirtschaftlich sehr sinnvoll sei.

Haider wies auf die vielen Bemühungen hin, Kärnten seniorenfreundlicher zu machen und erwähnte in diesem Zusammenhang das Seniorengesetz sowie die Alten- und Pflegeheim-Bauoffensive in den Regionen. Nun gehe es vor allem darum, Altwerden zuhause zu ermöglichen. Dazu sei der Pflegescheck und das Pilotprojekt "Altwerden zuhause" in Klagenfurt/Waidmannsdorf sowie in Steindorf/Ossiacher See gestartet worden.

Der Aktionsplan "Seniorensicherheit", den der Österreichische Seniorenbeirat maßgeblich umsetzt, bemühe sich um Information und Sensibilisierung für Unfallgefahren im eigenen Lebensbereich, für möglichst breitenwirksame Beratung über den Schutz vor Gefahren und forciere die Verfügbarkeit von Produkten und Dienstleistungen, die ein Mehr an Sicherheit im eigenen Wohnumfeld schaffen, erklärte die Staatsekretärin. Dazu brauche es Multiplikatoren, die Seniorenorganisationen und vor allem die Wirtschaft als Partner. Die Unfallprävention im privaten Bereich habe viel zu wenig Bedeutung, betonte Haubner und wies auch auf die Bedeutung des Seniorenrates sowie das kürzlich beschlossene Heimvertragsgesetz hin. Es müsse alles getan werden, damit ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt und selbständig leben können.

Seniorenbeauftragter Harring wies auf die Mitwirkung der Kärntner Senioren hin, die es für sie in allen seniorenrelevanten Belangen gebe. Seitens der Versicherungen müsse noch mehr für Prävention getan werden. Unter den vielen Gästen befanden sich auch LAbg. Peter Kaiser, Klagenfurts Stadtrat Christian Scheider und Sektionschef Arnulf Komposch.

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