Staatssekretär Kukacka zu Besuch in oberösterreichischen Vorzeige- Luftfahrtunternehmen FACC!

400 Millionen Euro Großauftrag für FACC von Airbus im Rahmen der Eurofighter Kompensationsgeschäfte

Ried/Innkreis, 30. Jänner 2004 (OTS) Als „oberösterreichischen Musterbetrieb und innovative Visitenkarte des Landes“ bezeichnete heute, Freitag, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka bei einer Betriebsbesichtigung den Rieder Flugzeugzulieferer Fischer Advanced Composite Components (FACC). Fischer sei es gelungen, zum größte weltweit tätige Unternehmen als österreichischer Zulieferer für fast alle Großflugzeughersteller zu werden. Fischer exportiere gefragtes oberösterreichisches know-how für den Flugzeugbau in alle Welt und sei mit seinen 700 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Region. Es werden Kunstoffbauteile oder Kunststoffverbundbauteile bzw. ganze Baugruppen für Großflugzeuge oder auch Stahltriebwerke gefertigt. Als Staatssekretär für Luftfahrt im Innovationsministerium sei ihm die Forschung und Entwicklung neuer zukunftsweisender Komponenten für die Luftfahrt ein ganz besonderes Anliegen, betonte Kukacka.****

Der Luftfahrt komme für Österreichs Wirtschaft eine größere Bedeutung und ein höherer Stellenwert zu, als allgemein bekannt sei. In Österreich gebe es rund 60 Luftfahrtunternehmen mit insgesamt 13.000 Beschäftigten. Fischer schaffe für Österreichs Luftfahrtindustrie als auch für den Wirtschaftsstandort wichtige innovative Impulse, erklärte Kukacka.

Er sehe es als ausdrückliche Bestätigung von der hohen Kompetenz des Betriebes an, das FACC im Rahmen der Kompensationsgeschäfte für den Eurofighter auch eine Großauftrag in der Höhe von 400 Millionen Euro von EADS für den neuen Airbus A-380 an Land ziehen konnte. Dies werde ebenfalls zur Stärkung des Unternehmens und zur positiven Weiterentwicklung beitragen.

Kukacka verwies darauf, dass Fischer Advanced Composite Components (FACC) seit 1992 mit insgesamt rund 7 Millionen Euro aus Mitteln des BMVIT und des Forschungs-Förderungs-Fondes (FFF) gefördert wurde. Aus dem Luftfahrtforschungsprogramm TAKE OFF des BMVIT wurde dem Unternehmen im Jahr 2002 davon 1.117.000 Euro an Fördermitteln für das Projekt "Entwicklung von aerodynamisch sensiblen Großbauteilen aus Faserverbundwerkstoff - Designstudien" zugesprochen. Es handle sich dabei um ein Kooperationsprojekt mit dem Partner ARC Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen, der mit weiteren 176.000 Euro aus dem BMVIT gefördert wurde, führte Kukacka aus. Im Rahmen des FFF wurden seit dem Jahr 2000 weitere 4 Projekte mit einem Zuschuss von 1,8 Millionen Euro und Haftungen über 2,2 Millionen Euro unterstützt. Alle 4 Projekte behandelten die Entwicklung von Verbundbauteilen für die Luftfahrtindustrie.

Derzeit laufe ein Verfahren im Infrastrukturministerium zur Bewilligung des ESA-Status, eines nach EU-Normen weltweit anerkannten Entwicklungsbetriebes für Fischer, was den Vorteil hätte, dass das „know how“ und die Technik zur Herstellung der Komponenten nicht mehr den auftraggebenden Firmen, sondern dem Betrieb selbst gehören würde und auch entsprechend verwertet werden könne. „Damit würde know how in Österreich bleiben, deshalb werde mich dafür einsetzen, dass das Verfahren rasch positiv abgeschlossen wird“, betonte Kukacka.

99 Prozent des Gesamtumsatzes des Betriebes würden in den Export gehen, vor allem in die USA, Kanada, Deutschland und Frankreich für große Flugzeughersteller wie z.B. Boeing, Airbus und Rolls-Royce. Der Gesamtumsatz betrug im letzten Jahr rund 77 Millionen Euro und werde sich voraussichtlich in diesem Jahr auf 94 Millionen steigern wird. Diese Umsatzsatzsteigerung trotz internationaler Luftfahrtskrise sei ein „toller Erfolg für den Standort Oberösterreich und seiner hochqualifizierten Mitarbeiter“. Die jetzt von der Bundesregierung beschlossene Steuerreform werde zusätzlich zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, zur steuerlichen Entlastung der Wirtschaft und zur Standortverbesserung in Oberösterreich beitragen, betonte Kukacka.

Die Absenkung der Körperschaftssteuer von 34 auf 25 Prozent, werde den Wirtschaftsstandort Oberösterreich und die 11.000 Köst-Steuerpflichtigen oberösterreichischen Unternehmen - immerhin 15 Prozent aller Unternehmen Österreichs - um rund 171 Millionen Euro jährlich entlasten. Damit werde der Wettbewerbsvorteil der heimischen Wirtschaft auch im Hinblick auf die EU-Erweiterung massiv gestärkt. Gerade die Firma Fischer werde als Aktiengesellschaft von der Köst-Senkung massiv profitieren, schloss Kukacka.

Rückfragen & Kontakt:

Staatssekretariat im BM für Verkehr,
Innovationen und Technologie
Mag. Christian Dolezal
Pressesprecher
Tel. +43 (01) 711 62/8803

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SVT0001