Drastische Verschlechterung für Frauen in Pflegeausbildung

Linz (OTS) - Überfallsartig geht die Regierung gegen Menschen in Ausbildung vor, die die Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhalts (DLU) beziehen: Sie sind seit 1. Jänner weder pensions- noch arbeitslosenversi-chert! Dieser Verlust trifft vor allem Frauen, die sich als Pflege-hilfe ausbilden lassen. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer fordert die sofortige Rücknahme: "Das ist nicht nur eine ebenso drastische wie überflüssige Verschlechterung für tausende Frauen, sondern auch ein Anschlag auf die Ausbildung für einen dringend benötigten Sozi-alberuf!"

Rund 2000 Menschen allein in Oberösterreich hat die Regierung die Pensions- und Arbeitslosenversicherung genommen - und zwar so plötzlich, dass viele von ihnen noch gar nichts davon wissen. Künf-tig wird es immer mehr Betroffene geben. Sie alle verlieren wichti-ge Pensionsbeitragsmonate und können während ihrer anstrengenden Ausbildung - meist zur Pflegehelferin - auch keine neue Anwart-schaft für die Arbeitslosenversicherung erwerben. Außerdem sind Praktikumsplätze viel schwerer zu finden als bisher: Das jeweilige Unternehmen muss die Praktikantin voll versichern und damit Kosten übernehmen.

"Der Pflegebedarf in unserer Gesellschaft steigt stark. Gleichzei-tig bestraft die Regierung aber genau jene, die sich für eine Pfle-geausbildung entscheiden!" kritisiert AK-Präsident Dr. Kalliauer. "Damit setzt sie ihren Kurs fort: Reiche und Superreiche werden be-günstigt, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geschröpft. Wir sagen ein klares Nein zum Kaputtsparen und verlangen, dass diese frauen-feindliche und unsoziale Regelung sofort rückgängig gemacht wird!"

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