ÖAMTC: Autobesitzern mit 'manipuliertem' Mautpickerl drohen hohe Strafen

Schon leichte Beschädigungen machen Vignette ungültig

Wien (ÖAMTC-Presse) - Wer beim ersten Versuch die neue Autobahn-Vignette nicht ganz gerade auf die Scheibe geklebt hat, sollte es bei diesem "Schönheitsfehler" besser belassen. "Wird das schief angebrachte Mautpickerl nämlich abgelöst und dann wieder auf die Windschutzscheibe geklebt, erscheint auf der Vignette der Schriftzug 'ungültig'", erklärt ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka.

Autobesitzer, die auf einer Autobahn oder Schnellstraße mit einer auf diese Weise 'manipulierten' Vignette erwischt werden, kommen im besten Fall mit einer erhöhten Ersatzmaut von 240 Euro davon. Diese ist entweder an Ort und Stelle oder innerhalb von 14 Tagen per Erlagschein zu bezahlen. Für Motorradfahrer schlägt sich dieses 'Vergehen' mit 130 Euro zu Buche. "Die gleichen Strafen sind auch dann fällig, wenn durch irgendwelche Tricks und Kniffe verhindert wird, dass sich die Vignette beim Ablösen zerstört", sagt die ÖAMTC-Juristin. Mittels Klebefolie oder einer Haftbeschichtung angebrachte "Wandervignetten" sind somit verboten und können auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Auch Vergesslichkeit schützt nicht vor Strafe: Wer ab dem 1. Februar 2004 ohne neue Autobahn-Vignette erwischt wird, muss ebenfalls eine Ersatzmaut bezahlen. Diese beträgt für eine fehlende Pkw-Vignette 120 Euro, für eine fehlende Motorrad-Vignette 65 Euro. "Wird die Ersatzmaut nicht bezahlt, droht bei allen Vignettenvergehen eine Verwaltungsstrafe zwischen 400 und 4000 Euro", warnt Zelenka vor Mautprellerei.

Das Aufkleben der neuen Vignette sollte auf sauberer und trockener Scheibe erfolgen. Die alte Vignette lässt sich leichter von einer warmen Windschutzscheibe lösen. Zum Ablösen sollte man daher das Fahrzeug in eine beheizte Garage stellen oder zumindest die Heizungsdüsen auf die Windschutzscheibe richten. Wer Probleme mit dem Lösen der alten und dem Anbringen der neuen Vignette hat, dem sind die Mitarbeiter an den ÖAMTC-Stützpunkten gerne behilflich.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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