Swoboda/Berger: Stenzel-Kritik an Kofi Annan nicht nachvollziehbar

Wien (SK) "UN-Generalsekretär Annan hat heute im Europäischen Parlament in Brüssel eine hervorragende Rede gehalten. Es ist mir unerklärlich, warum Ursula Stenzel nun eine derart harte Kritik dagegen vorbringt." Hannes Swoboda, SPÖ-Delegationsleiter im Europäischen Parlament hat daher "kein Verständnis" für die Aussagen der ÖVP-Delegationsleiterin. ****

Auch SPÖ-Europaabgeordnete Maria Berger streicht aus gegebenem Anlass heraus, dass "Kofi Annan keineswegs für eine unkontrollierte Zuwanderung plädiert, sondern im Gegenteil in einer sehr ausgewogenen, differenzierten Art das neuralgische Problem der Migration angesprochen hat".

Annan habe nicht nur von der Notwendigkeit der Zuwanderung gesprochen, sondern auch auf die damit verbundenen Probleme hingewiesen. Swoboda Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Es war völlig eindeutig, dass die angesprochene Zuwanderung legal, kontrolliert und gut organisiert sein muss."

Berger wiederum bezeichnet es als "erfrischend", dass Kofi Annan keine Allerweltsrede gehalten habe, "sondern völlig zu Recht über einen notwendigen Ausgleich zwischen Europa mit seiner immer älter werdenden Bevölkerung und den auf Zuwanderungsdruck eingestellten Entwicklungsländern geredet hat". Zudem sei von Annan auch deutlich die Notwendigkeit angesprochen worden, die Probleme und damit den Migrationsdruck auch direkt in den Ländern selbst zu lindern.

Swoboda abschließend: "Wir haben heute eine sehr ausgewogene Rede gehört. Die Kritik von Frau Stenzel ist daher eindeutig fehl am Platz." (Schluss) cs/mp

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