Leichtfried: NÖ Umweltbericht ist schlechte Ausgangsbasis für sinnvolle Diskussionen

Viele zweckmäßige Einzelmaßnahmen, aber kein Gesamtkonzept

St. Pölten, (SPI) - Äußerst kritisch beurteilte der SPNÖ Umweltsprecher, LAbg. Mag. Günther Leichtfried, bei seinem Debattenbeitrag im Rahmen der heutigen NÖ Landtagssitzung den vorgelegten NÖ Umweltbericht 2002. "Die Aktualität wie auch brauchbares und konkretes Zahlenmaterial lassen zu wünschen übrig. Weiters fehlen Entwicklungstendenzen, Hinweise auf Veränderungen und überhaupt eine Evaluierung der bisherigen Strategien. Ein Umweltbericht in dieser Form verdient nicht diesen Namen und ist auch keine Ausgangsbasis für sinnvolle und konstruktive Diskussion", kritisiert LAbg. Mag. Leichtfried.****

"Der vorliegende Umweltbericht stellt zwar einerseits eine durchaus umfangreiche Aufzählung von verschiedensten Aktivitäten im Umweltbereich dar, andererseits fehlt diesem Konvolut jedoch jegliche Aktualität. Wir diskutieren im Jahr 2004 über Aktivitäten und Maßnahmen, die im Jahr 2002 stattgefunden haben und noch viel frührer geplant wurden. Im wesentlichen stellt dieser Bericht nur eine Aufzählung von verschiedenen Aktionen dar. Ab und zu werden auch mal konkrete Maßnahmen aus den verschiedensten Abteilungen und Organisationen des Landes angeführt, was aber insgesamt für mich zuwenig ist. Studiert man den Umweltbericht durch, kann man auf keinen Fall behaupten, dass Niederösterreich ein wesentlicher Motor im Bereich der Bewältigung von Umweltfragen ist - dafür gibt es einfach zu wenig Lösungskapazität", bemängelt der Wieselburger Mandatar.

"Viele Fragen wurden im Umweltbericht 2002 nicht beantwortet bzw. nur vereinfacht dargestellt: Wie schaut es mit den Fließgewässern, unseren Böden und der Schwermetallbelastung in NÖ aus, wie funktioniert die Entsorgung von Altlasten, was passiert gegen die steigende Ozonbelastung und für mich besonders wichtig, wie steht es um die Beschaffenheit unserer Trinkwasserreserven? All das wurde nicht oder nur dürftig beantwortet. In NÖ gibt es zwar viele Einzelmaßnahmen, die Sinn machen, aber kein wirklich effektives Gesamtkonzept. Wenn uns es aber nicht in einer angemessenen Zeit gelingt diese Fragenkomplexe einer Lösung zu zuführen oder nachhaltig entgegenzusteuern, wird es weitreichende ökologische, ökonomische und soziale Folgen haben", so Leichtfried abschließend.
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