Reheis: Regierung nicht bereit, wirksamen Lärmschutz gesetzlich zu verankern

Wien (SK) "Fast eine Million Menschen in Österreich fühlt sich vom Lärm beeinträchtigt", führte SPÖ-Abgeordnete Gerhard Steier am Donnerstag im Nationalrat an. Der Lärm sei eines der brisantesten Umweltprobleme geworden und der "akustische Abfall unserer Zivilisation". SPÖ-Abgeordnete Gerhard Reheis ging in seinem Beitrag sehr genau auf die gesundheitlichen Folgen von Lärm ein. "Das Risiko an einem, durch Lärm verursachten, Herzinfarkt zu sterben ist höher, als durch Verkehrsbelastung bedingt an Krebs zu erkranken", hielt Reheis fest. Beide SPÖ-Abgeordneten forderten ein effektives und wirksames Lärmschutzgesetz.****

Steier führte an, dass die EU-Umgebungslärmrichtlinie bis Mitte 2004 in Österreich umgesetzt werden müsse, die Aktionspläne zur Lärmminderung beinhalte. Bei der Umsetzung dieser Richtlinie gebe es aber noch erheblichen innerstaatlichen Diskussionsbedarf. "Die Frage der Kompetenzverteilung, der einheitlichen Grenzwerte und die Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten ist noch nicht geklärt", so Steier. Der "zahnlose Entschliessungantrag der Regierungsparteien" reiche nicht aus, um effektive Maßnahmen zu setzen.

"Das Risiko der Erkrankung ist umso höher, je höher der Lärm ist", erklärte Reheis. Krankheiten wie Lärmschwerhörigkeit, verringerte Konzentrationsfähigkeit oder eine beschleunigte Alterung des Herz-Kreiskaufsystems seien nicht zu leugnende Folgen einer chronischen Lärmbelastung. "Die Regierung soll den Schutz der Bevölkerung und die Warnung der Ärzte ernst nehmen", so Reheis abschließend, "und einen neuen, wirksamen Lärmschutz gesetzlich verankern". (Schluss) js

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