Kinderfreunde fordern kostenlose Mediationsmöglichkeit für Paare in Trennungssituationen

Wien (SK) Rein rechtlich ist das Obsorgeverfahren des achtjährigen Buben in Salzburg entschieden, rein menschlich kam es zu einer Tragödie. Der Exekutor versucht, das schreiende Kind seinem Vater und Bruder zu entziehen weil geamtshandelt werden muss. "Erschütternd sind die Bilder die durch die Medien gehen. Zwei Geschwister halten sich fest, weil sie nicht getrennt werden wollen. Die Eltern führen Rosenkrieg mit Anwälten auf ihren Seiten, die Kinder stehen zwischen den Fronten ohne Unterstützung. Kinder werden in Trennungssituationen der Eltern immer wieder zum Spielball und Machtfaktor missbraucht", beklagt Gabriele Binder, Familiensprecherin der Österreichischen Kinderfreunde. ****

Die Zahl der Scheidungen und Trennungen nimmt in Österreich zu. Trennen sich Eltern, entstehen viele Verunsicherungen in den Familien. Kinder brauchen als wichtigsten Faktor in ihrem Leben Liebe und Sicherheit. Sich verlassen können auf die erwachsenen Menschen, die einen umgeben, bedeutet für Kinder Stabilität und somit Entspannung. Diese Gefühle müssen Eltern ihren Kindern vermitteln, unabhängig wie die Familienstruktur aussieht. Kinder brauchen fixe Bezugspersonen, die Verantwortung übernehmen wollen und können.

"Es muss für Kinder weiterhin gewährt bleiben, dass die Eltern vorhanden sind. Machtkämpfe, die auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden, bedeuten immense Belastungen für Kinderseelen. In der Mediation sehen wir einen guten Weg, dass die Erwachsenen Kinder aus ihren Streitereien rauslassen und eine Elternbeziehung weiterleben können. Die Österreichischen Kinderfreunde fordern kostenlose Mediationsmöglichkeiten für Paare in Trennungssituationen", schließt Binder. (Schluss) se/mm

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