Pfeffer: "Aufstockung des Euratom Kredits ist inakzeptabel"

Wien (SK) "131.772 Österreicher und Österreicherinnen haben
das Volksbegehren für ein atomfreies Europa unterschrieben, eine Zahl, die trotzdem für sich spricht", stellte SPÖ-Abgeordnete Katharina Pfeffer am Donnerstag im Nationalrat klar. Die "angeblichen" Sicherheitsverbesserungen in den AKWs bezeichnete Pfeffer als "Schönrederei", auch die Entsorgung von Atommüll sei nicht geklärt, so die Kritik der SPÖ-Abgeordneten. "Der Schwarzmarkt ist eine weitere Gefahr, der wir hilflos ausgesetzt sind", betonte Pfeffer.****

"Eine Aufstockung des Euratom Kredits von vier auf sechs Milliarden Euro ist inakzeptabel", so Pfeffer, denn mehr Geld für Euratom bedeute mehr Geld für AKWs und nicht mehr Geld für die Sicherheit. Auch die Entsorgung sei nicht geklärt, der Plutoniumberg wachse jährlich um 60 Tonnen, sagte Pfeffer. Ein weiteres Problem sieht Pfeffer im Schwarzmarkt: "Experten meinen, dass die Gefahr noch nie so groß war, dass Nukleartechnik und Atomwaffen in die Hände von skrupellosen Diktatoren fallen".

Pfeffer erinnerte an den 6. August 1945, als in Hiroshima 80.000 Menschen sofort durch eine Atombombe getötet wurden und an den Folgeschäden weitere 60.000 Menschen starben und an Nagasaki, wo am nächsten Tag 70.000 Menschen umkamen. "Obwohl man begriffen hat, wie gefährlich Atomwaffen sind, geht man sorglos mit dem Thema um", kritisiere Pfeffer. Die Erinnerung an Hiroshima und Nagasaki sei am verblassen, aber die Störfälle von Tschernobyl und Temelin seien noch in der Erinnerung, so Pfeffer. "Wir müssen alles tun, um aus der Atomenergie auszusteigen". (Schluss) sk

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