Neupensionisten ohne Krankenschein

EDV-Engpass bei der PVA führt zu langen Wartezeiten bei Pensionsbescheiden

Wien (29.01.2004) - Tausende österreichische Neu-Pensionisten warten bereits seit Wochen - angeblich wegen eines EDV-Engpasses - auf ihre Pensionsbescheide. Zum möglichen finanziellen Engpass kommt aber ein weiteres, gravierendes Problem hinzu: Sie bekommen wegen dieser Verzögerung auch keine Krankenscheine.

Zahlreiche Pensionsanwärter haben sich dieser Tage an den Wiener VP-Seniorenbund um Hilfe gewendet. Bei der Wiener Gebietskrankenkasse wurden sie von ihrem letzten Dienstgeber abgemeldet. In der Bezirksstelle der Gebietskrankenkasse hatte man aber keine Versicherungsmeldung der PVA. Sollen die Pensionsanwärter nun als Privatpatienten zum Arzt gehen und selber zahlen?

Seniorenbund verlangt Information über Pensions-Bevorschussung und provisorischen Versicherungsschein

Seniorenbund-Landesgeschäftsführer Anton Fürst hat bereits mit der Pensionsversicherung für Arbeiter und Angestellte Kontakt aufgenommen: "Alle betroffenen Pensionsberechtigten müssen schriftlich von dieser Verzögerung und von den gesetzlich vorgesehenen Überbrückungsmöglichkeiten verständigt werden. Das Antragsformular für eine Pensionsbevorschussung und die provisorische Versicherungsbestätigung für die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen der Krankenkasse sollten gleich mitgeschickt werden", fordert Fürst.

Zwar würde ein Betroffener in der PVA auf Anfrage entsprechende Informationen erhalten und könnte sich die Versicherungsbestätigung abholen. Viele wissen aber nichts davon oder kommen beim überlasteten Telefon der PVA nicht durch oder warten einfach wochenlang vergeblich auf Pension und Krankenversicherungsmeldung. Fürst: "Ein unhaltbarer Zustand!" (Schluss)

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Tel.: 01 / 51543 130
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