AK-Test: Preise für Lebensmittel stark gestiegen

Klagenfurt(AK) -Der Euro ist auch in Kärnten ein "Teuro"! Das ergab ein Preisvergleich der Arbeiterkammer bei Lebensmitteln und Drogeriewaren. Dabei hat die AK in den letzten zwei Jahren Preiserhöhungen bis zu 4,6 Prozent festgestellt. Die größten Teuerungen gab es bei Waschmitteln, Salz, Reis, Mehl und Windeln. Die Preiserhebungen der AK bestätigen Vermutungen der Konsumentenschützer: Supermärkte hielten sich unmittelbar nach der Einführung des Euro mit Erhöhungen zwar zurück, haben dafür aber im Jahr 2003 bei Lebensmitteln und Drogeriewaren kräftig zugeschlagen. Die Konsumentenberatung der Arbeiterkammer hat insgesamt 400 Produkte in 12 Lebensmittelgeschäften und Drogerien in Klagenfurt einem Preistest unterzogen. Bei den vergleichbaren Produkten wurden von Oktober 2002 bis Jänner 2004 Preissteigerungen von durchschnittlich 2,4 Prozent festgestellt. In einzelnen Geschäften wurden im Schnitt aber auch Erhöhungen bis zu 4,6 Prozent registriert. Am stärksten stiegen die Preise bei Waschmitteln (37,6 Prozent), Salz (32,6 Prozent), Reis (30,3 Prozent), Mehl (25,3 Prozent) und Windeln (25 Prozent). Auch Getränke wie Mineralwasser sind um über 20 Prozent teurer geworden.
4,62 Prozent betrug die Preissteigerung von Oktober 2002 bis Jänner 2004 bei BIPA (43 verglichene Produkte). Bei Billa stellte die AK in diesem Zeitraum eine Teuerung von 4,18 Prozent fest (50 Produkte), bei Mondo waren es 4,02 Prozent (44 Produkte).
Obwohl die Inflationsrate mit 1,3 Prozent niedrig ist, haben die Konsumenten das berechtigte Gefühl, dass vieles teurer geworden ist. Das liegt laut Arbeiterkammer daran, dass im Warenkorb, auf dessen Basis die Inflation errechnet wird, nicht nur Artikel des täglichen Bedarfs sondern auch Produkte wie Haushaltsgeräte, Computer oder Reisen enthalten sind, die einem starken Preisverfall unterliegen. Daher ist der jetzige allgemeine Warenkorb nach Ansicht der Arbeiterkammer kein genauer Maßstab zur Ermittlung der Preisentwicklung bei Produkten, die für die Grundversorgung notwendig sind.
"Wir fordern daher die regelmäßige Veröffentlichung eines Warenkorb, der nur mit Gütern des täglichen Bedarfs bestückt ist und damit die tatsächliche Belastung für die Konsumenten durch Preiserhöhungen korrekt darstellt", verlangt AK-Präsident Günther Goach.

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