Influenza-Mittel nur noch eingeschränkt verschreibbar

Ärztekammer fordert "umgehende Rücknahme" der Hauptverband-Entscheidung - steigende Zahl von Influenza-Erkrankungen

Wien (OTS) - Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) fordert den Hauptverband der Sozialversicherungen am Donnerstag in einer Aussendung auf, Einschränkungen zur Verschreibung von Influenza-Medikamenten zurück zu nehmen. Diese Einschränkungen wurden jüngst für sogenannte Neurominidase-Hemmer erlassen, die Influenza-Erkrankungen effizient bekämpfen können und damit in der Lage sind, Komplikationsraten drastisch zu senken. Demnach können die gegen Influenza wirksamen Arzneimittel nur noch chronisch kranken Risikopatienten auf Kassenkosten verschrieben werden. "Diese Vorgangsweise wirft ein schlechtes Licht auf das Selbstverständnis des Hauptverbandes, der offenbar nur noch eine Versorgung auf niedrigem Niveau zulassen möchte", kritisierte ÖÄK-Präsident Dr. Reiner Brettenthaler.

Der Leiter des Referats für Medikamentenangelegenheiten der ÖÄK und Präsident der Ärztekammer für Oberösterreich, Dr. Otto Pjeta, kritisierte diese Entscheidung des Hauptverbandes, da zur Zeit in ganz Österreich stark ansteigende Erkrankungszahlen bei Influenza zu verzeichnen seien. Alle, die kein besonderes Risiko hätten, wären dadurch den Folgen und möglichen Komplikationen einer schweren Influenza-Erkrankung unnötigerweise ausgesetzt. "Die Influenza führt oftmals zu schweren Begleiterscheinungen und auch zu Komplikationen. Sie belastet die gesamte Wirtschaft durch Arbeitsausfälle und Krankenstände", sagte Pjeta. Er forderte abschließend die "umgehende Revision" der Hauptverband-Entscheidung

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